Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – trotz rechtsextremer Schatten
Philipp ZimmermannMarzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – trotz rechtsextremer Schatten
Der Marzahn Pride-Umzug findet in diesem Jahr unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ statt
Veranstaltet von Quarteera e.V. beginnt die Demonstration um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten mit Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten des Bezirks, und Gordon Lemm. Angesichts der Geschichte rechtsextremer Aktivitäten in Marzahn gibt es vor dem Marsch Bedenken.
Quarteera e.V. setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Für den Tag ist ein umfangreiches Programm geplant: Nach dem Umzug folgt ab 14:30 Uhr ein Straßenfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.
2022 sah sich die Veranstaltung mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle gibt es in Marzahn, einem Bezirk mit vielen Bewohner:innen mit Migrationshintergrund, eine starke rechtsextreme Präsenz. Vanessa Krah warnt, dass es in der Vergangenheit kurzfristige Gegenproteste und Einschüchterungsversuche gab.
Bundesweit wurden 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen von Angriffen oder Störungen betroffen. Bisher liegen jedoch keine konkreten Hinweise auf eine Mobilisierung von Extremist:innen gegen den Marzahn Pride in diesem Jahr vor.
Der Umzug wird wie geplant stattfinden, wobei die Organisator:innen und lokalen Behörden wachsam bleiben. Ziel der Veranstaltung ist es, queere Sichtbarkeit zu feiern und gleichzeitig auf die anhaltenden Bedrohungen marginalisierter Gemeinschaften aufmerksam zu machen. Im Anschluss an die Demonstration erwartet die Teilnehmenden ein Fest mit Unterhaltung und kulinarischen Angeboten.






