28 April 2026, 10:39

Mainz erhält Haushaltsgenehmigung 2026 – doch mit drastischen Kürzungen und Auflagen

Großes modernes Gebäude mit vielen Fenstern, identifiziert als Deutsche Bank Hauptquartier in Frankfurt, Deutschland, umgeben von städtischer Infrastruktur einschließlich Straßenlaternen, Fahrzeugen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Mainz erhält Haushaltsgenehmigung 2026 – doch mit drastischen Kürzungen und Auflagen

Die Stadt Mainz hat die Genehmigung für ihren Haushalt 2026 erhalten – allerdings mit strengen Auflagen. Die Finanzaufsicht strich geplante Investitionen in Höhe von über 230 Millionen Euro zusammen, mit der Begründung, die Ausgaben seien überzogen und die Zeitpläne unrealistisch. Trotz der Kürzungen werteten Stadtvertreter das Ergebnis als Schritt vorwärts in ihren Bemühungen um finanzielle Stabilisierung.

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) griff ein, nachdem sie die Haushaltsentwürfe Mainzer geprüft hatte. In einem offiziellen Schreiben bezeichnete die Behörde den ursprünglichen Investitionsplan der Stadt über 306 Millionen Euro als "inakzeptable Überplanung" und reduzierte ihn auf nur noch 75 Millionen Euro. Zudem wies sie die Angabe Mainzer zurück, alle Projekte könnten bis Mitte April abgeschlossen werden – dieser Zeitrahmen sei "völlig unrealistisch".

Besorgnis erregten bei der ADD auch die Kreditpläne der Stadt. Die Behörde warnte vor "kaum zu rechtfertigenden Neuverschuldungen". Mainz plant, im kommenden Jahr Kredite in Höhe von rund 395,4 Millionen Euro aufzunehmen; die Gesamtverschuldung soll bis 2029 auf etwa 1,1 Milliarden Euro anwachsen. Die Regulierungsbehörde lehnte diese Prognosen für die Folgejahre kategorisch ab und erklärte sie in der vorliegenden Form für nicht genehmigungsfähig.

Trotz der scharfen Kritik genehmigte die ADD den Haushalt letztlich, um eine Ablehnung durch das Landesinnenministerium zu vermeiden. Ausschlaggebend waren dabei Sondermittel des Bundes, die Mainz zugewiesen wurden. Die Behörde bestand jedoch auf realistischere Finanzplanungen in Zukunft.

Die Stadtspitze präsentierte die Genehmigung als positives Signal und verwies auf die laufenden Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung. Mainz ist zudem Teil des Bündnisses "Für die Würde unserer Städte", das sich für eine Nettoentlastung von 32 Milliarden Euro für Kommunen in ganz Deutschland einsetzt.

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Mainz wird nun mit einem deutlich gekürzten Investitionsplan für 2026 vorgehen müssen. Zudem muss die Stadt ihre langfristige Kreditstrategie an die Vorgaben der ADD anpassen. Die Aufsichtsbehörde machte klar: Sollten künftige Haushaltsplanungen weiterhin unrealistisch ausfallen, drohen noch strengere Prüfungen.

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