Linke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Ben HofmannLinke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen ihres Jugendverbandes Linksjugend Solid distanziert. In den Aussagen wurden Stalinismus und die DDR verherrlicht, zudem wurden antisemitische Kommentare über Israel geäußert.
Laut Bayerischem Rundfunk hatten Mitglieder von Linksjugend Solid in einem internen Forum Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat gelobt. Zudem wurde ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ geteilt. Diese Vorfälle lösten umgehende Reaktionen der Parteispitze aus.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Äußerungen auf das Schärfste. Die Berliner Landesvorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, forderten umgehend Konsequenzen und betonten, dass Antisemitismus in der Partei keinen Platz habe. Linksjugend Solid selbst distanzierte sich von der DDR und ähnlichen Systemen und grenzt sich von den Vorfällen ab.
Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken in Thüringen, forderte eine klare Verurteilung auf dem Bundesparteitag. Die Linke ermittelt nun zu den Vorwürfen und drängt auf Konsequenzen. Die Parteiführung und Landespolitiker haben ihre Haltung deutlich gemacht. Die Untersuchungen zu den Äußerungen laufen noch, während die Forderungen nach Verantwortung lauter werden. Der Vorfall hat innerhalb der Partei eine breitere Debatte über ihren Umgang mit Extremismus und Antisemitismus ausgelöst.






