Landtagswahl Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich spannendes Duell um die Macht
Miriam HoffmannSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Landtagswahl Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich spannendes Duell um die Macht
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz steuert auf ein knappen Finale zu, mit SPD und CDU in einem engen Wettstreit. SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer zeigt sich siegesgewiss, schließt aber bei Bedarf eine Große Koalition nicht aus. Aktuelle Umfragen sehen die CDU leicht vorn – ein Wandel nach jahrzehntelanger SPD-Dominanz seit 1991.
Die SPD hat in Rheinland-Pfalz seit 2021 an Zustimmung verloren: von damals 36,2 Prozent auf nun geschätzte 30 bis 32 Prozent. Die CDU hingegen legte von 27,8 auf etwa 35 bis 38 Prozent zu und verkürzte damit den Abstand. Die Grünen bleiben stabil bei rund 15 Prozent, während die AfD auf 8 bis 10 Prozent kommt.
Beim Abschlusswahlkampf der SPD in Landau erhielt Schweitzer öffentliche Unterstützung von den früheren Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Er betonte seine Führungserfahrung und griff dabei auf eine Metapher aus seiner Kindheit auf einem Binnenschiff zurück, um die Steuerung durch schwierige Zeiten zu veranschaulichen.
Schweitzer hatte wiederholt ausgeschlossen, in einer von der CDU geführten Regierung mitzuwirken, falls die Opposition gewinnt. Eine Große Koalition ließ er jedoch offen – und verglich Führung mit dem Platz am Steuer, statt nur "auf dem Beifahrersitz" zu sitzen. Seine Haltung spiegelt die 33-jährige ununterbrochene SPD-Regentschaft im Land wider, doch die anstehende Wahl könnte diese Ära beenden.
Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die SPD an der Macht bleibt oder eine CDU-geführte Regierung folgt. Schweitzers Bereitschaft, über eine Koalition nachzudenken, deutet auf mögliche Verhandlungen hin. Das Resultat könnte die politische Landschaft Rheinland-Pfalz' nach Jahrzehnten sozialdemokratischer Führung neu prägen.






