Kanzleramtsminister Frei fordert flexibleres Renteneintrittsalter wegen höherer Lebenserwartung
Nina SchulzKanzleramtsminister Frei fordert flexibleres Renteneintrittsalter wegen höherer Lebenserwartung
Kanzleramtsminister Thorsten Frei plädiert für späteres Renteneintrittsalter
Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, hat sich für eine Anhebung des Renteneintrittsalters ausgesprochen. Seine Begründung: Da die Lebenserwartung steige, sollten Menschen länger arbeiten. Die Äußerungen fallen kurz vor der Veröffentlichung eines Berichts der Rentenkommission der Bundesregierung, der für Anfang Juni erwartet wird.
Frei betonte, dass die Lebenserwartung – und nicht starre Altersgrenzen – die Rentenpolitik leiten sollte. Er warnte vor einer vereinfachten Debatte über die Festlegung eines einheitlichen Renteneintrittsalters. Stattdessen plädierte er für flexible Lösungen, die es den Menschen ermöglichen, ihr Berufsleben zu verlängern.
In Deutschland liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter bereits bei 67 Jahren, eine Regelung, die in Kürze vollständig umgesetzt sein wird. Frei ist jedoch überzeugt, dass künftige Anpassungen die steigende Lebenserwartung berücksichtigen müssen. Zudem verwies er auf die Rolle neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz, die Arbeit und Rente grundlegend verändern könnten.
Der anstehende Bericht der Rentenkommission wird voraussichtlich Vorschläge zur Verlängerung der Erwerbsphase enthalten. Frei regte an, dass die Politik statt starrer Altersgrenzen eher die Rahmenbedingungen für längere Berufslaufbahnen schaffen sollte.
Die Ergebnisse der Kommission werden Anfang Juni veröffentlicht. Ihre Empfehlungen könnten beeinflussen, wie lange die Menschen in Deutschland vor dem Ruhestand arbeiten. Im Mittelpunkt der Diskussion wird voraussichtlich die Frage stehen, wie sich steigende Lebenserwartung mit den Herausforderungen einer alternden Belegschaft in Einklang bringen lässt.






