Kai Wegners Macht in Berlin wackelt: Droht das Aus nach nur 100 Tagen?
Miriam HoffmannKai Wegners Macht in Berlin wackelt: Droht das Aus nach nur 100 Tagen?
Kai Wegners Position als regierender Bürgermeister Berlins steht auf der Kippe. Seine Amtszeit könnte in weniger als 100 Tagen enden, falls ein neuer Regierungschef gewählt wird. Die CDU hat ihn bereits als Spitzenkandidaten für den Landesparteitag im Februar 2023 bestätigt.
Wegner übernahm das Amt des regierenden Bürgermeisters nach der Wahl 2023, bei der die CDU 28,2 Prozent der Stimmen holte. Doch seitdem haben sich seine Wiederwahlchancen deutlich verschlechtert. Kritiker, darunter SPD-Landeschef Raed Saleh, bezeichnen ihn vor der Abstimmung bereits als den „einsamen Kai“.
Seine Führung stand wegen des Umgangs mit einem Stromausfall, winterlichen Glättegefahren und einem Subventionsskandal in der Kritik. Die überstürzte Ernennung eines Staatssekretärs für Digitalisierung verschärfte die Vorwürfe zusätzlich. Selbst wenn das Wahlergebnis die CDU aus einer Koalition ausschließt, bliebe Wegner vorerst in einer geschäftsführenden Rolle im Amt.
Eine Niederlage bei der anstehenden Abstimmung würde voraussichtlich sowohl sein Amt als regierender Bürgermeister als auch seine Position als CDU-Landesvorsitzender beenden. Seine Amtszeit wäre effektiv im Dezember 2023 beendet, falls ein neuer Vorsitzender gewählt wird.
Wegners politische Zukunft hängt nun von der nächsten Wahl ab. Eine Niederlage würde seinen Rückzug aus beiden Ämtern – als Bürgermeister und als Parteichef – besiegeln. Seine aktuelle Amtszeit bleibt über den 20. September 2023 hinaus ungewiss.






