K+S setzt auf Windstrom: Direktliefervertrag mit MPC Capital unterzeichnet
Philipp ZimmermannK+S setzt auf Windstrom: Direktliefervertrag mit MPC Capital unterzeichnet
K+S schließt Direktliefervertrag mit MPC Capital für Ökostrom am Standort Werra
Der Düngemittelhersteller K+S hat mit MPC Capital einen Direktliefervertrag abgeschlossen, um Teile seines Werra-Verbundstandorts mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Die Vereinbarung umgeht das öffentliche Stromnetz und ist für das Unternehmen ein Novum. Ab August wird der Standort mit Windstrom aus zwei Anlagen betrieben.
Die beiden Windkraftanlagen liegen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Gemeinsam erzeugen sie 11,4 Megawatt Strom, der direkt in das Werk fließt und dort die Produktion von Düngemitteln sowie anderen Erzeugnissen speist.
Die Vertragsverhandlungen gestalteten sich komplex: Da es für eine solche Direktbelieferung kein etabliertes Modell gab, dauerte die Ausarbeitung der Konditionen länger als üblich. K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag, um die Windanlagen an die eigenen Betriebsabläufe anzubinden – die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen.
Das neue System ermöglicht eine effizientere Nutzung der Windkraft und entlastet zugleich das lokale Stromnetz im Werra-Tal. Durch den direkten Stromeinkauf sichert sich das Unternehmen stabile Energiepreise und spart Netzentgelte. Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Ziel des Konzerns leiste, bis 2045 klimaneutral zu werden. Die windbasierte Versorgung startet im August und stärkt die Energieautonomie sowie Nachhaltigkeit des Standorts.
