Junge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG für Studierende
Miriam HoffmannJunge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG für Studierende
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat die Regierung aufgefordert, ihre Haushaltspläne zu überdenken. In einem Interview mit der Bild am Sonntag forderte er eine geringere Rentenanpassung, um Mittel für jüngere Menschen freizumachen. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die Unterstützung zwischen den Generationen auszubalancieren, ohne dabei zentrale Sozialleistungen zu kürzen.
Im Mittelpunkt von Winkels Plan steht die Begrenzung der nächsten Rentenerhöhung auf 3 Prozent. Damit lägen die Zahlungen zwar weiterhin über der Inflationsrate, doch würden rund fünf Milliarden Euro eingespart. Diese Mittel sollten seiner Meinung nach in die Erhöhung von Studentenförderungen fließen – insbesondere in den Wohnkostenzuschuss im Rahmen des BAföG.
Der Chef der Jungen Union kritisierte zudem aktuelle Pläne, das Elterngeld zu kürzen. Diese Leistungen müssten unangetastet bleiben, da Familien bereits unter finanziellen Belastungen litten, betonte er. Stattdessen solle die Regierung eine gerechtere Verteilung der Haushaltseinsparungen anstreben.
Sein Appell erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Regierung kürzlich die geplante BAföG-Erhöhung streichen wollte. Winkel warnte, solche Schritte würden die junge Generation weiter benachteiligen. Er unterstrich, dass junge Menschen mehr Förderung verdienten – und nicht weniger Chancen.
Würde Winkels Vorschlag umgesetzt, flössen Milliarden in die Studentenförderung und Wohnhilfen. Die Renten stiegen zwar weiter, aber weniger stark als ursprünglich vorgesehen. Gleichzeitig bliebe das Elterngeld unangetastet, während der Fokus stärker auf die Unterstützung junger Erwachsener gerichtet würde.






