Jörg Schönenborn wechselt 2026 zu den Tagesthemen – ein neuer Abschnitt für ARD-Nachrichten
Philipp ZimmermannEr übernimmt den 'Tagesthemen'-Moderationsjob - Jörg Schönenborn wechselt 2026 zu den Tagesthemen – ein neuer Abschnitt für ARD-Nachrichten
Jörg Schönenborn, eine langjährige prägende Persönlichkeit beim WDR, wird ab Mitte 2026 eine neue Rolle als Moderator der Tagesthemen übernehmen. Der Wechsel erfolgt nach Jahrzehnten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in denen er den politischen Journalismus maßgeblich mitgestaltet hat. Der Schritt markiert sowohl einen Einschnitt in seiner Karriere als auch eine Neuausrichtung im Nachrichtenprogramm der ARD.
Schönenborn begann seine Laufbahn beim WDR vor über 40 Jahren und bekleidete dort verschiedene Schlüsselpositionen. Nun gibt er seinen Posten als Programmdirektor des Senders auf – eine Funktion, für die er wegen seiner Förderung glaubwürdiger Berichterstattung große Anerkennung erhielt. WDR-Intendantin Katrin Vernau bezeichnete seinen Abschied als "großen Verlust" und betonte die entstehende Lücke in der Führungsetage.
Bei den Tagesthemen wird er künftig an der Seite von Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer als Co-Moderator zu sehen sein. Mit dem Wechsel soll die politische Berichterstattung in Das Erste sowie auf den digitalen Plattformen gestärkt werden. Schönenborns Ansatz zielt darauf ab, Nachrichten verständlich aufzubereiten, damit das Publikum sich eine eigene Meinung bilden kann.
ARD-Vorsitzender Florian Hager lobte ihn als "Verfechter hochwertigen Journalismus". NDR-Intendant Hendrik Lünenborg nannte ihn einen "großen Gewinn" für die ARD und ihr Publikum. Obwohl Schönenborn seine Tätigkeit bei den Tagesthemen bereits im Januar 2026 aufnehmen wird, ist es angesichts des kurzen Zeitrahmens noch zu früh, um tiefgreifende Veränderungen in der politischen Berichterstattung abzusehen.
Neben seiner neuen Moderationstätigkeit bleibt Schönenborn weiterhin als Wahlanalyst und Gastgeber des ARD-Presseclubs aktiv.
Sein Wechsel zu den Tagesthemen unterstreicht sein langjähriges Engagement für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Seine Erfahrung und journalistischen Grundsätze werden voraussichtlich die politische Berichterstattung der ARD in Zukunft prägen. Der Schritt spiegelt zudem die anhaltenden Veränderungen in der Medienführung Deutschlands wider.






