17 June 2026, 18:45

IMK vertagt Entscheidung zu Pyrotechnik in Fußballstadien auf den Herbst

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK vertagt Entscheidung zu Pyrotechnik in Fußballstadien auf den Herbst

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Die Frage des Pyrotechnik-Einsatzes, der als eine der größten Sicherheitsherausforderungen gilt, wurde auf die Herbstkonferenz vertagt. Dies geschieht trotz Forderungen nach schärferen Kontrollen nach jüngsten Vorfällen.

Ursprünglich war erwartet worden, dass die Konferenz einen Plan zur besseren Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots vorlegt. Doch der Entwurf der Resolution sprach lediglich von einem „konstruktiven Austausch über die Ahndung von Verstößen“ – ohne konkrete Schritte zu nennen. Bisherige Bußgelder und Pilotprojekte mit Detektoren haben sich als wirkungslos erwiesen.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) kritisierte den Stillstand scharf. Die aktuellen Maßnahmen reichten nicht aus, betonte er und zeigte sich enttäuscht, dass der Schiedsrichter das DFB-Pokalfinale im Mai trotz Pyro-Vorfällen nicht hatte abbrechen lassen. Reul forderte strengere Kontrollen, darunter Durchsuchungen von Ultra-Fanräumen und Fahrzeugen sowie einen Ausbau der Videoüberwachung, um das Werfen von Gegenständen über Zäune zu verhindern.

Trotz der Vorfälle beim Finale hält die IMK an ihrer Entscheidung fest, vorerst keine weiteren Schritte einzuleiten. Das Thema wird im Herbst erneut beraten. Bis dahin sind keine zusätzlichen Maßnahmen gegen Pyrotechnik in Stadien geplant. Vereine könnten jedoch unter den bestehenden Richtlinien weiter unter Druck geraten, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen.

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