Hubig fordert schärfere Regeln: Jugendschutz im Netz versagt laut Umfragen
Philipp ZimmermannHubig fordert schärfere Regeln: Jugendschutz im Netz versagt laut Umfragen
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig fordert strengere Maßnahmen zum Jugendschutz im Netz
Eine neue Studie zeigt: Die Bevölkerung unterstützt diese Forderung mehrheitlich. Denn die meisten Deutschen sind überzeugt, dass die aktuellen Schutzmechanismen für Minderjährige in sozialen Medien und im Gaming-Bereich versagen.
Der Verbraucherreport 2026 des Verbandes der Verbraucherzentralen (VZBV) untermauert Hubigs Appell für einen stärkeren digitalen Jugendschutz. Demnach halten 79 Prozent der Befragten politische Maßnahmen in diesem Bereich für unzureichend – sie fordern mehr Engagement, um junge Menschen online besser abzusichern.
Noch deutlicher fällt die Kritik in einer Forsa-Umfrage aus: 87 Prozent bewerten die Bemühungen der Regierung, Minderjährige in sozialen Netzwerken und Online-Spielen zu schützen, als schlecht oder sehr schlecht. Hubig selbst hatte wiederholt betont, dass die bestehenden Regelungen für diese Bereiche nicht ausreichen.
Die Sorgen der Bevölkerung beschränken sich jedoch nicht auf den digitalen Raum. Im finanziellen Bereich etwa meinen 82 Prozent, dass die Politik zu wenig für den Schutz junger Menschen tut. Fast drei Viertel (74 Prozent) fordern zudem strengere Verbraucherschutzstandards für Minderjährige im Bereich Ernährung.
Hubig machte deutlich, dass große Plattformen mit manipulativen Algorithmen nicht niedrigere Jugendschutzstandards erfüllen dürfen als kleine lokale Unternehmen. Die Expertenkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt wird in Kürze ihre Ergebnisse vorlegen.
Studie und Umfragen zeigen: Es herrscht breiter Konsens, dass der Schutz von Minderjährigen im Netz dringend verbessert werden muss. Hubigs Forderungen decken sich mit der öffentlichen Meinung – die Mehrheit der Deutschen wünscht sich strengere Regelungen in den Bereichen Digitales, Finanzen und Ernährung. Die anstehende Veröffentlichung der Expertenkommission könnte die künftige Politik maßgeblich prägen.






