Handgreiflichkeiten bei SPD: Streit um Berliner Kandidatennominierung eskaliert
Nina SchulzHandgreiflichkeiten bei SPD: Streit um Berliner Kandidatennominierung eskaliert
Ein Streit um die Kandidatennominierungen für die Berliner Landeswahlen 2026 ist zwischen zwei SPD-Mitgliedern handgreiflich geworden. Maja Lasic, die bildungspolitische Sprecherin der Partei, wird beschuldigt, ihren Rivalen Kazem Radpasand vor dem Berliner SPD-Parteibüro angegriffen zu haben. Die Auseinandersetzung wurde inzwischen offiziell bei der internen Awareness-Arbeitsgruppe der Partei zur Prüfung eingereicht.
Der Vorfall ereignete sich am 10. September 2025 nach wochenlangen Spannungen um die Nominierungen für die Landtagswahlen am 20. September 2026. Radpasand, der gegen Lasic in zwei internen SPD-Abstimmungen unterlegen war, behauptet, sie habe ihn zunächst angeschrien und ihm anschließend bei dem Handgemenge den Arm verdreht.
Lasic räumt ein, dass ihre verbale Reaktion unangemessen war, bestreitet jedoch jede körperliche Aggression. Sie ist derzeit stellvertretendes Mitglied im lokalen Vorstand, dem Radpasand vorsteht.
Radpasand weist den Vorwurf zurück, seine öffentlichen Vorwürfe seien politisch motiviert. Stattdessen fordert er eine interne Untersuchung des Vorfalls sowie eine offizielle Entschuldigung von Lasic. Der Fall liegt nun bei der Awareness-Arbeitsgruppe der SPD zur Klärung.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die internen Nominierungsprozesse der Partei, die nun in eine formelle Beschwerde gemündet sind. Radpasand verlangt eine sachliche Aufarbeitung des Vorfalls und eine Entschuldigung. Das Ergebnis wird entscheiden, ob weitere disziplinarische Maßnahmen innerhalb der SPD ergriffen werden.






