Hanau revolutioniert den Arbeitsmarkt: Neue Strategie für Langzeitarbeitslose und Geflüchtete
Philipp ZimmermannHanau revolutioniert den Arbeitsmarkt: Neue Strategie für Langzeitarbeitslose und Geflüchtete
Hanau übernimmt mehr Verantwortung für den lokalen Arbeitsmarkt
Mit einer neuen Strategie zur Unterstützung von Arbeitssuchenden und Unternehmen will Hanau den heimischen Arbeitsmarkt stärker selbst steuern. Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt die Stadt die direkte Verwaltung der Grundsicherung für Erwerbslose. Im Fokus stehen dabei Menschen, die besondere Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben – darunter Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Abschluss sowie Geflüchtete mit unklaren Bildungsbiografien.
Das Konzept basiert auf drei Säulen: bessere Vernetzung, Qualifizierung durch Bildung und der Abbau von Hürden beim Berufseinstieg. Bereits jetzt bieten das Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit sowohl Arbeitssuchenden als auch Betrieben Unterstützung an – von der Personalvermittlung über Förderprogramme bis hin zu Zuschüssen für Neueinstellungen.
Um die Beschäftigungsfähigkeit zu stärken, setzt Hanau auf sogenannte "Ein-Euro-Jobs" – zeitlich befristete Tätigkeiten, die Berufserfahrung vermitteln und gleichzeitig die soziale Teilhabe fördern. Der städtische Eigenbetrieb Infrastrukturservice schafft zudem Arbeitsgelegenheiten in Bereichen wie öffentlicher Infrastruktur, Straßenbau oder kommunalen Aufgaben. Parallel wird ein Projekt in der Gemeinschaftsunterkunft am Sportfeld ausgeweitet, um auch Bezieher:innen von Bürgergeld einzubinden.
Auch lokale Einrichtungen leisten ihren Beitrag: Die Martin-Luther-Stiftung Hanau betreibt etwa eine Pflegeakademie, die den Einstieg in Pflegeberufe mit niedrigschwelligen Angeboten ermöglicht. Ziel aller Maßnahmen ist es, Menschen unabhängig von ihren Voraussetzungen praktikable Wege in ein stabiles Arbeitsverhältnis zu eröffnen.
Mit der neuen Arbeitsmarktstrategie wird Hanau ab Anfang 2026 die Verwaltung der Grundsicherung selbst übernehmen. Durch die enge Zusammenarbeit von Jobcenter, ortsansässigen Arbeitgebern und Bildungsträgern sollen Hemmnisse abgebaut werden. Im Mittelpunkt bleibt die Schaffung von Chancen für diejenigen, die sie am dringendsten benötigen.






