Hammer Raumstylisten startet am 1. April 2026 das reguläre Insolvenzverfahren und beginnt mit Räumungsverkäufen
Ben HofmannHammer Raumstylisten startet am 1. April 2026 das reguläre Insolvenzverfahren und beginnt mit Räumungsverkäufen
Möbelhändler Hammer Raumstylisten GmbH tritt am 1. April 2026 in das reguläre Insolvenzverfahren ein
Der deutsche Möbeleinhaus-Spezialist Hammer Raumstylisten GmbH wird am 1. April 2026 in die formelle Insolvenz überführt. Das Unternehmen, das Ende Januar Insolvenz angemeldet hatte, konnte keinen Investor gewinnen, um sein Fachhandelskonzept zu retten. Um die Liquidität zu sichern, beginnen nun Räumungsverkäufe in den verbleibenden Filialen.
Ursprünglich betrieb Hammer Raumstylisten 87 Standorte in ganz Deutschland. Seit der Insolvenzanmeldung am 27. Januar wurden bereits 46 Filialen geschlossen, wobei die Räumungsverkäufe teilweise schon am 16. März begannen. Besonders betroffen sind die Regionen Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Harz, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestätigte, dass keine Investorenlösung gefunden werden konnte. Trotz der Ansprache von über 300 potenziellen Käufern scheiterten die Verhandlungen mit zwei ernsthaften Interessenten. Meyer sprach von einer "ernüchternden" Resonanz angesichts der schwierigen Marktbedingungen.
Ab dem 1. April starten die verbleibenden 41 Filialen mit Räumungsverkäufen. Ziel ist es, möglichst viele Standorte unter der Marke Hammer weiterzuführen und gleichzeitig die Zahlungsfähigkeit zu erhalten. Ohne diese Verkäufe könnte das Unternehmen die Kosten nicht mehr decken, sobald die Insolvenzgeldleistungen auslaufen. Die Lohnforderungen der rund 1.100 Mitarbeiter bleiben bis Ende März durch das Insolvenzgeld abgesichert.
Mit dem Beginn des regulären Insolvenzverfahrens am 1. April beginnt für Hammer Raumstylisten eine neue Phase. Die Räumungsverkäufe sollen die Liquidität sichern und Teile des Unternehmens erhalten. Die Mitarbeiter sind bis Ende März durch das Insolvenzgeld geschützt – danach hängt die Zukunft des Unternehmens vom Erfolg der weiteren Verkaufsbemühungen ab.






