Hamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen Geldmangels die Schließung
Miriam HoffmannHamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen Geldmangels die Schließung
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) in Hamburg steht vor der Schließung – Grund ist die fehlende finanzielle Absicherung. Die Organisation, die 17 Einrichtungen und 27 Projekte betreibt, kämpft seit Jahren mit finanzieller Instabilität, insbesondere in ihrer Zentrale.
Aktuell beschäftigt der VKJH 90 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 150 freiberufliche Kräfte. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, fehlen jedoch jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführungsstelle und eine administrative Position. Ohne diese Mittel können die grundlegenden Verwaltungskosten nicht gedeckt werden.
Die Hamburger Schulbehörde hat bereits beschlossen, den Vertrag für die Ombudsstelle neu auszuschreiben. Geplant ist, die bestehende OHA!-Anlaufstelle für Kinder- und Jugendrechte, die 2018 eingerichtet wurde, mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Dieser Schritt erfordert ein neues Vergabeverfahren.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und die Notwendigkeit der Neuausschreibung infrage gestellt. Es äußerte Bedenken hinsichtlich des möglichen Verlusts der OHA-Stelle, die jährlich rund 300 Beratungen durchführt und öffentlich zentrale Themen des Jugendwohls aufgreift. Trotz des Engagements des BNO hält die Schulbehörde an ihrer Entscheidung fest.
Falls bis Ende Juni keine Finanzierungslösung gefunden wird, muss der VKJH über die Übertragung seiner Einrichtungen und Projekte an die Bezirksämter beraten. Die Zukunft des VKJH bleibt ungewiss, während die Organisation mit finanziellen Engpässen kämpft. Die mögliche Auflösung der OHA-Stelle und das erneute Vergabeverfahren könnten die Angebote des Verbandes gefährden. Eine Schließung hätte Auswirkungen auf Hunderte Beschäftigte sowie auf die Kinder und Jugendlichen, die von seiner Arbeit profitieren.






