22 March 2026, 14:21

Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt – "Die Scham muss wechseln"

Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Solidarität und Feminismus"-Schild durch die Straße, mit parkenden Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Demonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt – "Die Scham muss wechseln"

Protest gegen sexualisierte Gewalt: Hamburg geht am Donnerstag auf die Straße

Am kommenden Donnerstag, den 26. März, findet um 17:30 Uhr in Hamburg eine Demonstration gegen sexualisierte Gewalt statt. Organisiert wird die Kundgebung von der SPD-Politikerin Annika Urbanski. Anlass sind aktuelle, bundesweit diskutierte Vorwürfe, die eine landesweite Debatte ausgelöst haben. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Treffpunkt ist der Rathausmarkt – unter dem Motto "Die Scham muss die Seite wechseln".

Die unter dem Titel "Schluss jetzt!" stehende Protestveranstaltung folgt auf die öffentlichen Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes, die am 20. März 2026 den Schauspieler Christian Ulmen der digitalen Gewalt beschuldigt hatte. Fernandes wirft Ulmen vor, sie mit KI-generierten Deepfake-Pornografien und gefälschten Online-Profilen belästigt zu haben. Später kritisierte sie das deutsche Rechtssystem als "Täterparadies" und prangerte die unzureichenden Schutzmechanismen für Betroffene sexualisierter Gewalt an.

Die Demonstrant:innen fordern schärfere rechtliche Konsequenzen für Täter sowie bessere Unterstützung für Überlebende. Vergleichbare Kundgebungen fanden bereits in anderen Städten statt, darunter Berlin.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ulmens Anwalt, Christian Schertz, kündigte unterdessen an, gegen Medienhäuser wegen deren Berichterstattung klagen zu wollen. Die Reporting bezeichnete er als "überwiegend unzulässig" und warf Journalist:innen vor, "falsche Behauptungen" auf Grundlage einer "einseitigen Darstellung" zu verbreiten.

Ziel der Hamburger Kundgebung ist es, Solidarität mit Betroffenen sexualisierter Gewalt zu zeigen und auf dringend notwendige Reformen zu drängen, um rechtliche Lücken zu schließen, die durch aktuelle Fälle offengelegt wurden. Die Organisator:innen hoffen, dass die Veranstaltung Politiker:innen zu konkreten Maßnahmen bewegt.

Quelle