Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde mit 1,4 Millionen Passagieren und mehr Nachhaltigkeit
Ben HofmannHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde mit 1,4 Millionen Passagieren und mehr Nachhaltigkeit
Hamburg hat seine Position als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen weiter gefestigt: Im vergangenen Jahr fertigte die Stadt rund 1,4 Millionen Passagiere ab und verzeichnete 295 Schiffsanläufe – ein kontinuierlicher Anstieg der Aktivität. Mit etwa 100.000 mehr Reisenden als 2022 bricht der Hafen erneut eigene Rekorde.
Das wachsende Kreuzfahrtaufkommen bringt der Stadt wirtschaftliche Vorteile. Fast 40 Prozent der Passagiere übernachten mittlerweile mindestens eine Nacht in Hamburg vor oder nach ihrer Reise – doppelt so viele wie noch 2016. Diese Gäste geben im Schnitt 133,59 Euro vor Ort aus, vor allem in Restaurants, Kulturstätten oder beim Shopping.
2023 nutzten 162 Kreuzfahrtschiffe in Hamburg Landstrom, sodass sie ihre Motoren während der Liegezeit abstellen konnten. Das entspricht 71 Prozent aller infrage kommenden Anläufe und reduziert die Emissionen im Hafen. Bis 2024 werden alle drei Kreuzfahrtterminals mit Landstrom ausgestattet sein – die EU-Vorgaben werden damit vier Jahre vor Frist erfüllt.
Für 2024 sind 331 Schiffsanläufe geplant, darunter 47 Flusskreuzfahrten und acht Premierenbesuche. Zwar werden keine Neubauten erwartet, doch für 2026 sind acht Jungfernfahrten angekündigt, unter anderem von Virgin Voyages, Explora Journeys und Royal Caribbean. Die Umweltorganisation NABU setzt sich seit 2011 für sauberere Kreuzfahrten ein und begrüßt den Ausbau der Landstromversorgung, kritisiert jedoch weiterhin die starke Abhängigkeit der Branche von fossilen Brennstoffen.
Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst – mit mehr Schiffen, Passagieren und umweltfreundlichen Maßnahmen. Die frühe Einführung von Landstrom und die steigende Zahl an Übernachtungen zeigen sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Fortschritte. Die NABU wird die Auswirkungen der Branche weiter beobachten, während die Nachfrage steigt.






