Hallescher FC bricht fast alle Kontakte zu RB Leipzig radikal ab
Hallescher FC (HFC) setzt ein klares Zeichen und bricht fast alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig ab. Die Entscheidung fiel nach einer Mitgliederversammlung und stellt den ersten umfassenden Boykott dieser Art im deutschen Fußball dar. Damit distanziert sich der Verein konsequent vom Einfluss Red Bulls im Sport.
Die Maßnahme betrifft alle zukünftigen Freundschaftsspiele, Testbegegnungen und Jugendturniere zwischen den beiden Clubs. Selbst gemeinsame Nachwuchsveranstaltungen und die Nutzung der Trainingsanlagen von RB Leipzig durch den HFC sind nun untersagt. Der Verein sprach von einer "klaren und konsequenten Abgrenzung" von den Fußballaktivitäten Red Bulls.
Trotz des Bruchs bleiben Transfers von Spielern oder Mitarbeitern aus dem RB-Leipzig-System weiterhin möglich. Bereits jetzt spielen mehrere ehemalige Leipzig-Akteure wie Fabrice Hartmann, Niclas Stierlin und Joscha Wosz für den HFC. Auch Sportdirektor Daniel Meyer hat Verbindungen in die Vergangenheit zum Verein.
Das Verbot gilt für alle Ebenen – von den Profimannschaften bis zu den Nachwuchsakademien. Ausnahmen für Wettkampf- oder Nicht-Wettkampfspiele wird es nicht geben.
Die Abstimmung setzt ein Novum im deutschen Fußball, da noch nie ein Verein einen derart weitreichenden Boykott verhängt hat. Die Haltung des HFC wird künftig die Beziehungen zu RB Leipzig prägen, auch wenn Spieler- und Personaltransfers weiterhin möglich bleiben. Die Entscheidung unterstreicht den Willen des Clubs, unabhängig vom Red-Bull-Netzwerk zu agieren.






