14 March 2026, 06:37

Günther Jauch kauft Loriots historisches Haus am Starnberger See

Ein altes Buch mit einer zentralen Deutschlandkarte, umgeben von Illustrationen und Text, strahlt einen klassischen und zeitlosen Look aus.

Günther Jauch kauft Loriots historisches Haus am Starnberger See

Günther Jauch hat das historische Anwesen am Starnberger See erworben, das einst Vicco von Bülow gehörte – dem legendären Komiker, der unter dem Künstlernamen Loriot bekannt wurde. Der Kauf steht im Einklang mit Jauchs langjähriger Bewunderung für Loriots scharfen Witz und sein kulturelles Erbe. Das Haus, in dem der Künstler einst lebte, nimmt einen besonderen Platz in der deutschen Unterhaltungsgeschichte ein.

Loriot, mit bürgerlichem Namen Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow, entstammte einer adligen mecklenburgischen Familie. Sein Künstlername leitete sich vom Pirol ab – auf Französisch Loriot –, der auf dem Wappen seiner Familie abgebildet war.

Seine Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte und begann in den 1950er-Jahren mit humoristischen Büchern. Werke wie Der unentbehrliche Ratgeber für die Gesellschaft oder Glücklich verführt: Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestrick begründeten seinen Ruf als Meister der klugen Satire.

Später folgten zwei seiner bekanntesten Filme: Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991), beide mit Evelyn Hamann, seiner Leinwandpartnerin seit 1976. Zwar entstanden viele seiner Produktionen an anderen Orten, doch sein Haus am Starnberger See blieb ein persönlicher Rückzugsort. Szenen aus Pappa ante Portas wurden in der Bavaria Filmstadt in München sowie in benachbarten Orten wie Tutzing und Feldafing gedreht, während der Seesteg in Ahlbeck auf Usedom als Kulisse für Renate Lohses Mutter Geburtstagsfeier diente. Andere Sketche wie Der Bildhauer oder Weihnachten bei Hoppenstedts entstanden in Studios oder in bayerischen Urlaubsregionen nahe Garmisch-Partenkirchen.

Einer von Loriots ikonischsten Sketchen, Die Zimmerverwüstung (1976), zeigte sein Talent, Alltagsmissgeschicke in chaotische Komödie zu verwandeln. Das Wohnzimmer aus dieser Szene wurde zu einem Klassiker seines visuellen Humors.

Jauchs Entscheidung, das Anwesen zu erwerben, passt zu seinem Engagement für den Erhalt kultureller Stätten. Bereits zuvor hatte er die Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam unterstützt. Seine Wertschätzung für Loriots Werk dürfte eine zentrale Rolle bei diesem Kauf gespielt haben.

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Der Verkauf stellt sicher, dass Loriots ehemaliges Zuhause in die Hände eines Besitzers übergeht, der seine Bedeutung erkennt. Mit Jauch als neuem Eigentümer könnte das Erbe des Komikers bewahrt werden, dessen Einfluss weit über sein Haus am Starnberger See hinausreicht. Das Anwesen reiht sich nun in die Liste der Kulturdenkmäler ein, die von Persönlichkeiten erhalten werden, die ihr historisches Erbe schätzen.

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