11 May 2026, 10:21

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals weibliche Doppelspitze nach Oppositionswechsel

Zwei Frauen an einem Rednerpult mit Mikrofon und angebundenem Bildschirm, eine Blumensträuße haltend, bei einer Grünen-Veranstaltung zum Thema Umwelt nachhaltigkeit.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals weibliche Doppelspitze nach Oppositionswechsel

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben erstmals in ihrer Geschichte eine rein weibliche Doppelspitze gewählt. Dies folgt auf das Ergebnis der Landtagswahl im März, bei dem die Partei zwar 7,9 Prozent der Stimmen holte, nach 15 Jahren in der Regierung jedoch in die Opposition wechseln musste. Nun sollen zwei neue Co-Vorsitzende die Partei in dieser Rolle führen.

Zur einen Co-Vorsitzenden wurde Carolin Cloos aus Worms mit 72,28 Prozent der Stimmen gewählt. An ihrer Seite steht Christin Sauer, eine 33-jährige Politikerin aus Mainz, die mit 63,37 Prozent eine absolute Mehrheit erreichte. Sauer ist seit 2019 Stadträtin in Mainz und leitete zuvor von 2021 bis Anfang 2025 den örtlichen Grünen-Kreisverband.

Der Führungswechsel erfolgt, nachdem die bisherigen Landesvorsitzenden Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill ihre Ämter niederlegten, um Mandate im Landtag anzutreten. Katrin Eder, die während des Wahlkampfs Kritik auf sich zog, weil sie sich mit der Initiative „Schwarmkraftwerk“ schmückte – die ursprünglich von einem FDP-Politiker ins Leben gerufen worden war –, wird künftig die Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag anführen.

Die Partei hat klare Ziele für die Zukunft gesteckt: Bis 2029 will sie auf kommunaler und Bundesebene wieder Vertrauen aufbauen. Langfristig streben die Grünen an, Rheinland-Pfalz bis 2031 ökologisch, sozial und gerecht zu regieren. In der Opposition wollen sie stärker mit der Bevölkerung in Dialog treten, deren Anliegen aufgreifen und mit konkreten Maßnahmen reagieren.

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Mit neuer Führung und dem Fokus auf eine engere Bindung an die Wähler beginnt für die Grünen nun eine neue Phase. Ihre Strategie umfasst mehr Bürgerbeteiligung und den Versuch, bis zur nächsten Wahl wieder an Einfluss zu gewinnen. Ob es ihnen gelingt, bis 2031 in die Regierung zurückzukehren, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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