29 June 2026, 12:27

Gipsabbau in Unterfranken: Landesregierung erlaubt Förderung unter strengen Auflagen

Hürde genommen auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk

Gipsabbau in Unterfranken: Landesregierung erlaubt Förderung unter strengen Auflagen

Eine aktuelle Bewertung der Landesregierung kommt zu dem Schluss, dass der Gipsabbau in Unterfranken unter strengen Auflagen fortgeführt werden könnte. Das von der Firma Knauf geleitete Vorhaben sieht vor, in den nächsten 50 Jahren unterirdische Vorkommen in der Nähe Würzburgs zu fördern. Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt und der umliegenden Gemeinden.

Knauf plant, jährlich eine Million Tonnen Gips abzubauen. Die behördliche Prüfung umfasste 79 öffentliche Stellen und berücksichtigte über 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen bleibt ein Restrisiko bestehen – bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müssten die Arbeiten eingestellt werden.

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Das Unternehmen begrüßte die Einschätzung als weitere fachliche Bestätigung. Die Grünen kritisierten die Ergebnisse hingegen scharf und warfen vor, die Gefahren für das Trinkwasser würden verharmlost. Unterdessen sammelte eine Online-Petition gegen das Projekt mehr als 5.600 Unterschriften.

Die endgültige Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern. Eine Entscheidung wird noch vor Jahresende erwartet. Das Vorhaben darf nur umgesetzt werden, wenn Knauf die auferlegten Bedingungen einhält. Die Bewertung räumt zwar mögliche Risiken ein, betont jedoch, dass diese beherrschbar seien. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Förderung in den kommenden Jahren beginnt.

Quelle