13 June 2026, 12:11

Gewalt gegen Obdachlose erreicht 2023 traurigen Höchststand mit neun Toten

Anzahl der Straftaten gegen Obdachlose steigt deutlich

Gewalt gegen Obdachlose erreicht 2023 traurigen Höchststand mit neun Toten

Gewalt gegen Obdachlose in Deutschland nimmt 2023 drastisch zu

Offizielle Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der gemeldeten Straftaten – neun Menschen wurden bundesweit bei Angriffen getötet. Politiker bezeichnen die Entwicklung als alarmierende Zuspitzung.

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 2.563 Straftaten gegen Obdachlose, ein Anstieg von fast 17 Prozent im Vergleich zu 2022. Die meisten Vorfälle gab es in Berlin (592 Fälle), gefolgt von Bayern (492) und Nordrhein-Westfalen (310).

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Die überwiegende Mehrheit der Opfer waren Männer: In über 2.000 Fällen waren sie betroffen, rund 500 Delikte richteten sich gegen Frauen. Die Aufklärungsquote lag bei 66,5 Prozent – deutlich unter dem Bundesschnitt von 77,5 Prozent für alle gemeldeten Straftaten.

Sahra Mirow von der Linken bezeichnete die Zahlen als Beleg für eine „beispiellose Eskalation der Gewalt“. Gleichzeitig warnte sie, dass das tatsächliche Ausmaß noch größer sein könnte, da viele Fälle nicht angezeigt werden und die Erfassungsmethoden uneinheitlich sind.

Die Daten zeigen eine wachsende Bedrohung für obdachlose Menschen im ganzen Land. Mit mindestens neun Toten und einer steigenden Zahl von Angriffen steht die Politik unter Druck, den Schutz und die Meldemechanismen zu verbessern. Die niedrigere Aufklärungsquote deutet darauf hin, dass die Ermittler weiterhin vor Herausforderungen bei der Lösung solcher Fälle stehen.

Quelle