28 April 2026, 02:16

Gauweiler fordert CSU-Freie-Wähler-Bündnis – oder Solo-Wahlkampf außerhalb Bayerns

Eine gerahmte Karte der Wahlkreise Bayerns, die deutsche und österreichische Provinzen zeigt.

Gauweiler fordert CSU-Freie-Wähler-Bündnis – oder Solo-Wahlkampf außerhalb Bayerns

Peter Gauweiler, einst als konservative Stimme der CSU bekannt, hat zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen seiner Partei und den Freien Wählern aufgerufen. Sein Vorstoß zielt darauf ab, die gemeinsame Position bei Wahlen über Bayern hinaus zu stärken. Der erfahrene Politiker schlägt zudem vor, die CSU solle notfalls auch allein antreten, falls eine Allianz nicht zustande kommt.

Gauweilers politische Laufbahn umfasst Jahrzehnte in der bayerischen Landespolitik. Er war unter Franz Josef Strauß Staatssekretär im Innenministerium und diente später unter Edmund Stoiber als Umweltminister. Diese Erfahrungen prägen seine strategischen Überlegungen für die Partei.

Nun argumentiert er, dass ein Bündnis zwischen Freien Wählern und CSU beiden Gruppen helfen könnte, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Scheitere dies, solle die CSU seiner Meinung nach außerhalb Bayerns eigenständig in den Wahlkampf ziehen. Seine These stützt sich auf die Einschätzung, dass bürgerlich-konservative Positionen bis zu zwei Drittel der Wähler anziehen könnten.

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Über taktische Bündnisse hinaus plädiert Gauweiler für einen offenen Dialog mit allen Parteien – selbst mit denen am rechten Rand. Eine strikte Abschottung gegenüber der AfD lehnt er ab und betont, er wolle deren Vorschläge sachlich prüfen. Bereits in der Vergangenheit hatte er Anträge der Linken unterstützt, was seine Haltung zur überparteilichen Zusammenarbeit unterstreicht.

Gauweilers Vorschläge spiegeln sein langjähriges Credo einer pragmatischen Politik wider. Sein Appell an Flexibilität im Umgang mit den Freien Wählern und Offenheit für Debatten mit anderen Parteien bricht mit starren ideologischen Grenzen. Nun muss die CSU entscheiden, ob sie seinen Kurs vor künftigen Wahlen übernehmen will.

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