FDP wählt neue Führung und setzt auf Kurswechsel für mehr Wählerzustimmung
Philipp ZimmermannFDP wählt neue Führung und setzt auf Kurswechsel für mehr Wählerzustimmung
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Sonntagmittag ihren Bundesparteitag in Berlin beendet. Die Delegierten wählten eine neue Führung und verabschiedeten zentrale programmatische Anträge – ein Zeichen für einen Kurswechsel der Partei. Gleichzeitig steigt die Zustimmung zur FDP: In den letzten Monaten kletterte die Wahlbereitschaft von 16 auf 22 Prozent.
Wolfgang Kubicki setzte sich mit 59 Prozent der Stimmen gegen seine Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch und wurde damit zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Martin Hagen, der als einziger Kandidat antrat, sicherte sich mit demselben Stimmenanteil das Amt des Generalsekretärs.
Der Parteitag nahm den Leitantrag der FDP an, „Deutschland neu starten: Ein mutiger Aufbruch für eine erfolgreiche Nation“. Andere eingereichte Änderungsanträge wurden nicht ausführlich beraten, sondern zur weiteren Prüfung an die zuständigen Gremien verwiesen.
In seiner Abschlussrede zeigte sich Hagen zuversichtlich. Er kündigte an, den Wahlkampfschwerpunkt auf Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu legen. Zudem äußerte er die Erwartung, dass die Partei bald wieder über fünf Prozent in bundesweiten Umfragen erreichen werde.
Mit einer klaren Führungsstruktur und einer erneuerten programmatischen Agenda ging der Parteitag zu Ende. Nun richtet die FDP ihren Blick auf den Wiederaufbau der öffentlichen Unterstützung vor den anstehenden Landtagswahlen. Parteivertreter haben eine offensive Kampagnenstrategie in den Schlüsselbundesländern angekündigt.






