04 April 2026, 22:16

FDP attackiert Bergisch Gladbachs Koalitionsstreit als Ablenkung von Haushaltskrise

Ein historisches Dokument mit dem Titel "Plan d'Organisation pour des Bataillons de Piquiers, Arreté par le Conseil Executif Provifoire", das die Organisation für die Schlacht von Piquier beschreibt.

FDP attackiert Bergisch Gladbachs Koalitionsstreit als Ablenkung von Haushaltskrise

Die FDP in Bergisch Gladbach hat die anhaltende Debatte über Koalitionspolitik im Stadtrat scharf kritisiert. Parteimitglieder argumentieren, dass diese Diskussionen von drängenden finanziellen und strukturellen Herausforderungen ablenkten. Sie warnen, dass Verzögerungen bei der Lösung dieser Probleme die Haushaltslage der Stadt weiter verschärfen könnten.

Der FDP-Stadtrat Dr. Alexander Engel wirft vor, sowohl konservative als auch liberale Vorschläge würden von linken Parteien blockiert. Er bestehe darauf, den Fokus von politischen Grabenkämpfen auf praktische Lösungen zu verlagern. Engel forderte den Oberbürgermeister zudem auf, die kürzlich beschlossene Personalkostenobergrenze unverzüglich umzusetzen.

Die FDP betrachtet die Deckelung als notwendigen Schritt zur Modernisierung der Stadtverwaltung. Sie verweist darauf, dass Bergisch Gladbach bis 2030 mit einem jährlichen Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro konfrontiert ist. Gleichzeitig soll die Zahl der Beschäftigten um 1.500 steigen – ein Anstieg um 40 Prozent innerhalb weniger Jahre.

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Die FDP-Stadträtin Dorothee Wasmuth betont, die Diskussionen müssten sachpolitische Inhalte über Parteibündnisse stellen. Die Partei stellt klar, es gehe nicht um eine Kritik an den Beschäftigten im öffentlichen Dienst, sondern um die Anpassung an eine Zukunft mit weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter. Aktuell gibt es in der Stadt 35.124 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; das Verhältnis von Jobs zu Einwohnern liegt bei 0,32 – damit belegt Bergisch Gladbach bundesweit Platz 2.123. Der größte lokale Arbeitgeber, die Krüger GmbH & Co. KG, stellt 5.300 Arbeitsplätze.

Im Kern zielt die Kritik der FDP auf die Notwendigkeit schnellerer Maßnahmen ab, um die finanziellen und verwaltungstechnischen Probleme Bergisch Gladbachs zu bewältigen. Die Partei drängt den Oberbürgermeister, die Personalkostenobergrenze sofort durchzusetzen und die Debatten auf Lösungen statt auf politische Konflikte zu lenken. Ohne Kurskorrekturen könnten die Haushaltslücke und die steigenden Personalkosten in den kommenden Jahren zusätzliche Belastungen schaffen.

Quelle