31 May 2026, 00:13

"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet lahm: 1.500 Protestierende blockieren Kraftwerke und Gleise

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet lahm: 1.500 Protestierende blockieren Kraftwerke und Gleise

Klimaschutzaktivist:innen der antikapitalistischen Allianz Ende Gelände haben eine Welle von Protesten im Ruhrgebiet entfacht. Die Demonstrationen richten sich gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastruktur – rund 1.500 Menschen beteiligten sich am Freitag an koordinierten Aktionen. Kraftwerke, Fabriken und Verkehrs­knotenpunkte waren von Störungen betroffen, während die Protestierenden dringenden Klimaschutz forderten.

In Gelsenkirchen-Scholven blockierten Aktivist:innen das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gaseinheit geplant ist. Einige montierten auf dem Gelände Solarpaneele, um erneuerbare Alternativen zu bewerben. Unterdessen bestätigte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Polizeiverbot für Proteste am nahegelegenen Kraftwerk Gersteinwerk. Die Organisator:innen kündigten jedoch an, gegen das Urteil vorzugehen und ihre Route anzupassen.

In Mülheim an der Ruhr besetzten Demonstrant:innen die Gleisanlagen von Europipe, Europas größtem Pipeline-Hersteller. Eine weitere Gruppe unterbrach den Schichtwechsel im Friedrich-Wilhelms-Hütte-Werk, das zur Rüstungsfirma KNDS gehört und an dem die Bundesregierung eine Beteiligung anstrebt. In Hamm zogen Protestierende unterdessen Richtung Hauptbahnhof und trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Energiekontzerne enteignen!“.

Die Aktionen sind Auftakt zu einer größeren Demonstration, die für Samstag geplant ist und bei der tausende weitere Teilnehmer:innen erwartet werden. Umweltverbände und die Aktivistin Greta Thunberg unterstützen die Veranstaltung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

An den Freitagsprotesten in mehreren Städten des Ruhrgebiets beteiligten sich etwa 1.500 Menschen. Trotz rechtlicher Rückschläge zeigen sich die Organisator:innen entschlossen, die Proteste fortzusetzen. Im Mittelpunkt bleibt der Widerstand gegen fossile Infrastruktur und die Forderung nach klimafreundlichen Energielösungen.

Quelle