30 April 2026, 08:17

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt blockiert noch

Ein belebter Markt im Heidelberger Altstadtt mit Menschen an Tischen mit Blumentöpfen unter Schirmen, vor Häusern, Bäumen und einem blauen Himmel.

Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt blockiert noch

Edeka hat Pläne bekannt gegeben, 200 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen, nachdem sich der Schweizer Konzern Migros vom deutschen Markt zurückgezogen hat. Der Deal steht nun unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Edeka-Chef Markus Mosa betonte die Dringlichkeit einer zügigen Entscheidung, um Arbeitsplatzverluste und Filialschließungen zu vermeiden.

Die geplante Übernahme folgt auf den Beschluss von Migros, sich aus Deutschland zurückzuziehen, wodurch die Zukunft von Tegut ungewiss geworden war. Edeka hat zugesichert, alle 4.500 Arbeitsplätze zu erhalten und den Betrieb an jedem Standort aufrechtzuerhalten – selbst an solchen, die wirtschaftlich schwächer dastehen. Mosa warnte, dass ohne die Übernahme viele Filialen schließen müssten, was zu massiven Entlassungen führen würde.

Zudem wies der Edeka-Chef Bedenken zurück, die Expansion des Unternehmens könnte zu höheren Verbraucherpreisen führen. Stattdessen machte er globale Markenhersteller wie Nestlé für die steigenden Kosten verantwortlich und verwies auf die jüngsten Preiserhöhungen bei Schokoladenprodukten. Mosa forderte das Kartellamt wiederholt auf, das Prüfverfahren zu beschleunigen, da Verzögerungen die Situation für Mitarbeiter und lokale Gemeinden weiter verschärfen könnten.

Die Übernahme hängt weiterhin von der regulatorischen Freigabe ab. Bei Erfolg wird Edeka Arbeitsplätze sichern und die Nahversorgung in den bisher von Tegut bedienten Regionen aufrechterhalten. Die Entscheidung des Bundeskartellamts wird darüber entscheiden, ob die Übernahme wie geplant vollzogen wird.

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