Dopingfall bei Paralympics 2024: Deutscher Triathlet erhält nachträglich Silbermedaille
Philipp ZimmermannDopingfall bei Paralympics 2024: Deutscher Triathlet erhält nachträglich Silbermedaille
Der brasilianische Para-Triathlet Ronan Nunes Cordeiro ist nach einem positiven Dopingtest von den Paralympics 2024 in Paris disqualifiziert worden. Die im Januar 2026 bestätigte Entscheidung führte dazu, dass sein zweiter Platz annulliert und seine Medaille aberkannt wurde. Dadurch rückte der deutsche Athlet Martin Schulz mehr als ein Jahr nach dem Wettbewerb vom Bronzerang auf Silber vor.
Die Disqualifikation Cordeiros geht auf den Nachweis des verbotenen Wirkstoffs 19-Norandrosteron zurück. Seine vorläufige Sperre war bereits im Oktober 2024 bekannt gegeben worden; das formelle Urteil erging am 28. Januar 2026 durch ein unabhängiges Anti-Doping-Tribunal des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Die Entscheidung strich seine gesamte Leistung in Paris aus den Rekordlisten.
Der Dopingverstoß hatte direkte Auswirkungen auf die Medaillenränge: Schulz, der im Sprint ursprünglich Bronze erhalten hatte, wurde am 24. März 2026 offiziell zum Silbersieger erklärt. Der 36-jährige Sachse, zweifacher Paralympics-Champion, ist zudem bis 2029 Mitglied im Athletenkomitee von World Triathlon.
World Triathlon wird den Fall Cordeiro nun prüfen, um über weitere Sanktionen zu entscheiden – darunter möglicherweise ein langjähriges Wettkampfverbot. Die Organisation hat bisher weder Dauer noch Umfang zusätzlicher Maßnahmen bekannt gegeben.
Mit der Disqualifikation wird Cordeiros Ergebnis von den Paralympics in Paris aus den Aufzeichnungen gestrichen. Schulz' Silbersieg, erst 18 Monate nach den Spielen bestätigt, gilt nun als offizielles Resultat. Die anstehende Entscheidung von World Triathlon wird zeigen, ob Cordeiro mit einem langfristigen Wettkampfausschluss rechnen muss.






