Die Linke wächst rasant: Über 126.000 Mitglieder und eine jüngere Basis
Ben HofmannDie Linke wächst rasant: Über 126.000 Mitglieder und eine jüngere Basis
Die Linke verzeichnet seit einigen Monaten einen deutlichen Mitgliederschub. Interne Zahlen, die an diesem Mittwoch veröffentlicht werden sollen, zeigen, dass die Partei nun 126.379 Mitglieder zählt. Das ist ein markanter Anstieg im Vergleich zu den 50.800 Mitgliedern, die nach dem Austritt Sahra Wagenknechts Ende 2023 registriert waren.
Bis Ende 2024 hatte die Linke rund 123.000 Mitglieder – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Zwar hat sich das Wachstum seitdem verlangsamt, doch die Zusammensetzung der Partei hat sich verändert. 2024 lag das Durchschnittsalter der Mitglieder bei 45 Jahren, der Frauenanteil betrug 40 Prozent. Mittlerweile ist das Durchschnittsalter auf unter 39 Jahre gesunken, und fast 45 Prozent der Mitglieder sind Frauen – beides Werte, die im Vergleich zu anderen deutschen Parteien jeweils niedriger bzw. höher ausfallen.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner hat Pläne vorgelegt, um die künftige Ausrichtung der Linken zu gestalten. Sie will neue Mitglieder in die Diskussionen über die Zukunft der Partei einbinden und die Schulungsprogramme bis 2027 ausbauen. Zudem soll bis dahin ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet werden.
Mit 126.379 Mitgliedern hat die Linke seit Ende 2023 einen rasanten Zuwachs erlebt. Ihre jüngere und geschlechterparitätischere Basis hebt sie von anderen deutschen Parteien ab. Die Parteiführung konzentriert sich nun auf langfristige Strategien und die Einbindung der Mitglieder.






