Diakonie Fürth warnt: P-Konten bieten oft keinen ausreichenden Schutz
Philipp ZimmermannDiakonie Fürth warnt: P-Konten bieten oft keinen ausreichenden Schutz
Diakonie Fürth macht auf Probleme mit Pfändungsschutzkonten aufmerksam
Anlässlich ihrer Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni thematisiert die Diakonie Fürth Schwierigkeiten im Umgang mit geschützten Konten. Im Mittelpunkt stehen der Zugang zu Geldmitteln und der korrekte Umgang mit P-Konten. Betroffene, die mit Kontopfändungen oder ähnlichen Problemen konfrontiert sind, erhalten kostenlose und anonymisierte Beratung.
Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) sichert einen monatlichen Freibetrag von 1.560 Euro ab. Jeder Inhaber eines Girokontos kann es – selbst bei negativem Saldo – in ein P-Konto umwandeln. Dieses gesetzliche Recht garantiert den Zugang zu existenzsichernden Geldern.
Doch häufig kommt es zu Fehlern: Banken wenden die gesetzlichen Schutzbestimmungen nicht korrekt an, sodass Transaktionen oder Abhebungen trotz ausreichender Deckung abgelehnt werden. Die Umstellung auf ein P-Konto darf bestehende Vertragsbedingungen nicht verändern – zusätzliche Gebühren oder die Sperrung der Girocard sind daher unzulässig.
Gemeinschaftskonten lassen sich nicht automatisch in ein P-Konto umwandeln. Eine frühzeitige Beratung hilft, die Kontostruktur und eigene Rechte zu verstehen. Inhabern eines P-Kontos wird zudem empfohlen, mit Gläubigern realistische Ratenvereinbarungen zu treffen. Die Verwendung des geschützten Existenzminimums für Schuldenrückzahlungen sollte vermieden werden.
Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth setzt sich weiterhin für die Bewältigung dieser Herausforderungen ein. Die Organisation unterstützt Betroffene dabei, den Zugang zu ihren geschützten Geldern zu sichern. Ein sachgemäßer Umgang mit P-Konten trägt maßgeblich zur finanziellen Grundsicherung bei.






