DGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer bis Monatsende
Miriam HoffmannDGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer bis Monatsende
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer ein. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi argumentiert, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssten, da Millionen Beschäftigte derzeit keine solche Absicherung hätten. Konkrete Vorschläge werden bis Ende des Monats erwartet.
Rund 20 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland verfügen über keine betriebliche Rente. Die meisten dieser Beschäftigten arbeiten in Unternehmen, die nicht von Tarifverträgen erfasst werden. Der DGB will dies ändern, indem er branchenweite betriebliche Altersvorsorgemodelle für alle Mitarbeiter aushandelt.
Fahimi räumt ein, dass es aufgrund angespannter finanzieller Rahmenbedingungen Widerstand geben könnte. Gleichzeitig betont sie, dass viele europäische Länder bereits höhere Rentenbeiträge vorschreiben – oft 20 Prozent oder mehr –, wobei Arbeitgeber einen größeren Anteil übernehmen. Der DGB hält den Vorschlag für angemessen und notwendig.
Für nicht tarifgebundene Unternehmen könnte der Plan einen niedrigschwelligen Zugang zu bestehenden Vorsorgesystemen ermöglichen. Fahimi unterstreicht, dass die Last nicht allein bei den Arbeitnehmern liegen dürfe. Stattdessen müssten auch Arbeitgeber ihren Beitrag leisten, um faire und nachhaltige Rentenlösungen zu gewährleisten.
Mit dem DGB-Vorstoß soll die Versorgungslücke für Millionen Beschäftigte geschlossen werden. Bei Umsetzung müssten Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge mitfinanzieren. Die finalen Details werden noch vor Monatsende veröffentlicht.






