10 May 2026, 22:19

DGB attackiert Arbeits- und Sozialpolitik vor Bundeskongress in Berlin

Große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Pfahl und Schild im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund.

DGB attackiert Arbeits- und Sozialpolitik vor Bundeskongress in Berlin

DGB übt scharfe Kritik an aktueller Arbeits- und Sozialpolitik – Vor Bundeskongress in Berlin

Vor seinem Bundeskongress in Berlin hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die aktuelle Arbeits- und Sozialpolitik scharf angegriffen. Ab Sonntag wird auf der Veranstaltung über wachsende Sorgen in den Bereichen Arbeitsschutz, Rentenreformen und steigende Gesundheitskosten diskutiert. Gewerkschaftsvertreter werfen Unternehmen vor, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, während Beschäftigte unter einem ungerechten Druck stünden.

In einem Entwurf für eine Resolution prangert der DGB tiefe Gräben innerhalb der Bundesregierung an und wirft Politikern vor, sich in internen Streitigkeiten zu verlieren, statt drängende Probleme anzugehen. Geplante Kürzungen im gesetzlichen Rentensystem und Vorhaben, das Renteneintrittsalter anzuheben, würden die Last für Arbeitnehmer weiter verschärfen, warnt die Organisation. Zudem lehnt der DGB jede Abschaffung des Acht-Stunden-Tags oder die Streichung gesetzlicher Feiertage entschieden ab.

Auch die geplanten Reformen im Gesundheitswesen stoßen auf massive Kritik, da sie die finanzielle Belastung für Versicherte erhöhten. Der DGB sieht umstrittene Maßnahmen wie die Einführung von Teilkrankschreibung als riskant an, da sie Beschäftigte zwingen könnten, trotz Krankheit zu arbeiten. Darüber hinaus warnt die Gewerkschaft vor einer Schwächung des Kündigungsschutzes und des Rechts auf Teilzeitarbeit – Änderungen, die weder breite Unterstützung fänden noch konsensfähig seien.

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Die DGB-Führung richtete ihre Kritik direkt gegen die Reformpläne von CDU/CSU und SPD. Statt die Kosten auf die Beschäftigten abzuwälzen, müssten Unternehmen endlich mehr Verantwortung übernehmen, fordert der Verband.

Der Bundeskongress des DGB beginnt am Sonntag. Die Delegierten werden sich mit aller Entschlossenheit gegen politische Vorhaben stellen, die sie als nachteilig für Arbeitnehmer bewerten. Die Haltung der Gewerkschaft spiegelt die weitverbreitete Sorge um Arbeitsplatzsicherheit, faire Löhne und soziale Absicherung wider. Jegliche Änderungen im Arbeitsrecht oder bei den Renten sind daher mit massivem Widerstand des DGB zu rechnen.

Quelle