17 June 2026, 19:44

Deutschland diskutiert Fracking als Lösung für die Gasversorgung – doch lohnt es sich?

Studie: Fracking könnte die Gasversorgung auf lange Sicht stärken

Deutschland diskutiert Fracking als Lösung für die Gasversorgung – doch lohnt es sich?

Deutschland erwägt Hydraulic Fracturing als Möglichkeit, seine Erdgasversorgung zu stärken. Das als Fracking bekannte Verfahren könnte die beträchtlichen Schiefergasvorkommen des Landes erschließen. Allerdings müsste dafür das aktuelle Verbot der Praxis aufgehoben werden, und es könnte auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen.

Fracking birgt das Potenzial, die langfristige Gasversorgungssicherheit Deutschlands zu verbessern. Experten schätzen, dass es bis 2025 zwischen 6 und 12 Prozent des voraussichtlichen Gasbedarfs des Landes decken könnte. Die jährliche Förderung könnte bis dahin 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter erreichen.

Der Aufbau einer Fracking-Industrie würde jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Um die Vorkommen effizient zu erschließen, wären Hunderte von Bohrungen nötig. Dennoch bliebe die zusätzliche Förderung im globalen Maßstab bescheiden und hätte keinen spürbaren Einfluss auf die Weltmarktpreise.

Ohne Subventionen bleibt die wirtschaftliche Machbarkeit von Fracking in Deutschland ungewiss. Bei strengen Auflagen gelten die Umweltrisiken als gering. Dennoch würde das Verfahren weder kurzfristige Gasengpässe beheben noch zu spürbaren Preissenkungen führen.

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Eine Aufhebung des Fracking-Verbots könnte Deutschland neue Gasquellen erschließen. Der Schritt hinge jedoch von der öffentlichen Akzeptanz und behördlichen Genehmigungen ab. Selbst dann wäre der Einfluss auf den Energiemarkt des Landes begrenzt und langfristig angelegt.

Quelle