Deutsche Politiker warnen vor US-KI-Beschränkungen und strategischen Risiken
Nina SchulzDeutsche Politiker warnen vor US-KI-Beschränkungen und strategischen Risiken
Deutsche Politiker haben die US-Beschränkungen für neue KI-Modelle scharf kritisiert. Sie warnen, dass dieser Schritt die globale IT-Sicherheit schwächen und strategische Risiken erhöhen könnte. Führende Vertreter von Grünen, SPD und CDU äußerten Besorgnis.
Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, nannte die Entscheidung der USA „äußerst kurzsichtig“. Er betonte, sie könne die weltweite IT-Sicherheit untergraben und neue Schwachstellen schaffen.
Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD, wies auf die Gefahren staatlicher Kontrolle über fortschrittliche KI hin. Die Entwicklungen von Anthropic bezeichnete er als „große strategische Bedrohung“. Als Gegenmaßnahme forderte er eine stärkere Unterstützung für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Forschungseinrichtungen. Diese sollten KI-Systeme eigenständig prüfen und mögliche Risiken frühzeitig erkennen.
Marc Henrichmann von der CDU teilte diese Bedenken. Er warnte, dass die Vorherrschaft der USA bei KI-Tools europäische Behörden, Unternehmen und Forscher erpressbar machen könnte.
Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem deutsche Abgeordnete mehr Unabhängigkeit in der KI-Aufsicht anstreben. Der Ausbau nationaler Sicherheitsbehörden und Forschungseinrichtungen gilt als zentraler Schritt, um die Abhängigkeit von ausländisch kontrollierten KI-Systemen zu verringern.






