25 April 2026, 06:24

CDU-Politiker Amthor fordert feministische Wende – trotz früherer Ablehnung

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen, wobei eine in der Mitte sitzt, mit Text unten, der "Die Frauenwahlrechtsbewegung" lautet.

CDU-Politiker Amthor fordert feministische Wende – trotz früherer Ablehnung

Philipp Amthor, Politiker der CDU, fordert seine Partei auf, eine klarere Haltung in der Feminismusdebatte zu beziehen. Sein Argument: Gleichberechtigung dürfe nicht allein linken Gruppen überlassen werden. Diese Forderung kommt überraschend, da Amthor in der Vergangenheit mehrfach feministische Forderungen abgelehnt hat.

2019 sprach er sich gegen einen Vorschlag aus, der eine paritätische Besetzung von Parteikandidatenlisten vorschrieb – damals bezeichnete er die Idee als verfassungswidrig. Drei Jahre später setzte er sich für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein.

Auch anderen feministischen Anliegen stand er skeptisch gegenüber, etwa der Beibehaltung des strafrechtlichen Abtreibungsverbots oder der Einschränkung von Werbung für Schwangerschaftsabbrüche. Nun jedoch betont er, dass veraltete Vorstellungen wie biologischer Determinismus und starre Geschlechterrollen überwunden werden müssten.

Amthor kritisiert, dass Frauen häufiger wegen ihres Äußeren bewertet würden, während Männer vor allem nach ihren Argumenten beurteilt würden. Er fordert mehr Männer auf, sich in der Debatte zu positionieren. In seinen jüngsten Äußerungen warnt er zudem davor, dass die Fortschritte bei der Gleichstellung durch die rechtspopulistische AfD zurückgedrängt werden könnten.

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Seine Haltung vereint Kritik an traditionellen Geschlechterbildern mit Widerstand gegen bestimmte feministische Forderungen. Während Amthor die CDU auffordert, sich stärker mit feministischen Themen auseinanderzusetzen, steht dies im Kontrast zu seinen früheren Positionen. Die innerparteiliche Diskussion über Gleichberechtigung dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.

Quelle