Bürstner stoppt Wohnwagenproduktion ab 2027 – warum der Klassiker ausläuft
Philipp ZimmermannBürstner stoppt Wohnwagenproduktion ab 2027 – warum der Klassiker ausläuft
Bürstner stellt ab 2027 die Wohnwagenproduktion ein – Nachfrage nach klassischen Caravans bricht ein
Der deutsche Hersteller Bürstner wird ab 2027 keine traditionellen Wohnwagen mehr produzieren und konzentriert sich stattdessen im Rahmen einer neuen Unternehmensstrategie vollständig auf Reisemobile und Campervans. Dieser Schritt folgt einem generellen Rückgang des Wohnwagenmarktes in Deutschland.
Die Entscheidung fällt nach einem deutlichen Einbruch bei den Neuzulassungen von Wohnwagen im Jahr 2025: Wie der Caravanning Industrieverband (CIVD) mitteilt, gingen die Zahlen um 13,4 Prozent zurück – nur noch 18.766 Einheiten wurden verkauft. Bürstners Kurswechsel spiegelt damit die nachlassende Nachfrage nach klassischen Caravans wider.
Unter dem Motto „Bürstner Reloaded“ wird das Unternehmen seine Produktionslinien neu ausrichten. Geschäftsführer Hubert Brandl betonte, dass dieser Schritt nicht das endgültige Aus für den Wohnwagenbereich bedeute. Ab der Saison 2027 werden jedoch keine neuen Modelle mehr vom Band laufen.
Die Umstrukturierung hat keine Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in den Werken in Kehl (Deutschland) und Weißenburg (Frankreich). Stattdessen werden Kapazitäten in den Ausbau der Reisemobil- und Campervan-Produktion fließen, die bei Urlaubern zunehmend beliebt sind.
Mit dem vorläufigen Stopp der Wohnwagenfertigung reagiert Bürstner klar auf veränderte Markttendenzen. Die Fokussierung auf Reisemobile und Campervans soll die wachsende Kundennachfrage bedienen. Die Produktionsstandorte in Deutschland und Frankreich bleiben im Rahmen der neuen Strategie weiterhin in Betrieb.






