Bundeswehr plant mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz Tierschutzregeln
Philipp ZimmermannBundeswehr plant mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz Tierschutzregeln
Verteidigungsministerium erwartet Zunahme von Tierversuchen für militärische Forschung
Das deutsche Verteidigungsministerium hat gewarnt, dass Tierversuche für militärische Forschungszwecke in den kommenden Jahren voraussichtlich zunehmen werden. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Stellungnahme am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, in der Beamte auf veränderte Sicherheitsbedrohungen und den Ausbau der Streitkräfte hinwiesen.
Das Ministerium rechnet mit einem Anstieg der Tierversuche aufgrund der sich wandelnden Sicherheitslage und der Erweiterung militärischer Fähigkeiten. Die Verteidigungsforschung, zu der auch diese Experimente gehören, dient dem Schutz und der Versorgung von Soldatinnen und Soldaten. Zwar ist die Zahl solcher Tests in den vergangenen Jahren zurückgegangen, doch nun wird mit einer Umkehr dieses Trends gerechnet.
Das Ministerium veröffentlicht keine detaillierten Zahlen zu Tierversuchen, da diese an konkrete Rüstungsprojekte gebunden sind. Ein Sprecher argumentierte, dass reine Statistiken ohne Kontext kaum aussagekräftig seien. Sämtliche Versuche unterlägen jedoch den Tierschutzbestimmungen.
Das Ministerium informiert das Parlament regelmäßig über seine Aktivitäten in der Verteidigungsforschung, darunter auch über laufende Projekte und deren Anforderungen. Die Zunahme der Tierversuche soll die Forschungsbemühungen der Bundeswehr unterstützen. Die Einhaltung der Tierschutzgesetze bleibt dabei eine strikte Vorgabe. Im Rahmen der parlamentarischen Kontrollverfahren wird das Parlament weiterhin über diese Aktivitäten unterrichtet.






