Bundeswehr bestellt Rheinmetall-Kamikaze-Drohnen für fast 300 Millionen Euro
Ben HofmannBundeswehr bestellt Rheinmetall-Kamikaze-Drohnen für fast 300 Millionen Euro
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Genehmigung für ein großes Beschaffungsvorhaben mit Rheinmetall beantragt. Der Vertrag umfasst die Lieferung modernster Loitering Munition, konkret der Raider-Kamikaze-Drohnen des Unternehmens. Bei einer Bewilligung beläuft sich der Wert der Erstbestellung auf knapp unter 300 Millionen Euro.
Das Ministerium hat dem Haushaltsausschuss des Bundestags einen Finanzierungsantrag über 25 Millionen Euro vorgelegt. Dieser ist Teil einer umfassenden Rahmenvereinbarung mit Rheinmetall im Volumen von 2,387 Milliarden Euro. Neben den Drohnen umfasst das Paket auch Bodenstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren.
Rheinmetall muss bis Ende April 2027 alle abschließenden Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte dies nicht gelingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, vom Vertrag zurückzutreten. Die Raider-Drohnen gelten als hochmoderne Entwicklung und sollen bestehende Systeme der Unternehmen Helsing und Stark Defence ergänzen.
Die Bundeswehr verfügt bereits über Verträge mit zwei Herstellern für Loitering Munition. Helsing und Stark Defence sicherten sich im Februar 2026 einen Auftrag über mittlere Reichweite im Wert von 540 Millionen Euro. Weitere Unternehmen wie Elbit Systems, Diehl und Quantum Systems bleiben für künftige Aufträge in der engeren Auswahl.
Die neuen Drohnen werden die Fähigkeiten der Bundeswehr im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme erweitern. Rheinmetalls Raider-Drohnen sollen die Flotte neben den Modellen von Helsing und Stark verstärken. Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, dass die strengen Qualifikationsfristen bis 2027 eingehalten werden.






