30 June 2026, 04:11

Bundesregierung verbietet islamistische Organisation Muslim Interaktiv nach jahrelangen Debatten

Altes AfD-Video über die CDU und 'Muslim Interaktiv' wird erneut viral

Bundesregierung verbietet islamistische Organisation Muslim Interaktiv nach jahrelangen Debatten

Das deutsche Bundesinnenministerium hat die Organisation Muslim Interaktiv verboten. Die Entscheidung fiel im November 2025, nachdem politische Parteien wiederholt ein Einschreiten gefordert hatten. Der Gruppe wurde vorgeworfen, den Islam als einziges Gesellschaftsmodell durchsetzen zu wollen und dabei staatliche Autorität abzulehnen.

Bedenken gegen Muslim Interaktiv nahmen bereits Anfang 2024 zu. Im Mai stufte der Hamburger Verfassungsschutz die Organisation als „gesichert extremistisch“ ein. Noch im selben Monat beantragte die AfD ein Verbot des Vereins.

Am 13. Juni 2024 lehnte der Bundestag den AfD-Antrag ab. Noch am selben Tag teilte Baumann ein Video über die Gruppe auf Facebook. Bereits im April hatte auch die Hamburger CDU einen Verbotsantrag gegen Muslim Interaktiv eingebracht, der ebenfalls scheiterte. Ein umfassenderer CDU-Antrag zur Bekämpfung des politischen Islam erlebte im Juni 2024 dasselbe Schicksal.

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Die Behörden brachten Muslim Interaktiv mit der verbotenen Organisation Hizb ut-Tahrir in Verbindung. Diese Verknüpfung stärkte die Argumentation für das spätere Verbot. Das bundesweite Verbot trat schließlich im November 2025 in Kraft. Die Regierung begründete den Schritt mit der Weigerung der Gruppe, staatlichen Einfluss anzuerkennen, sowie mit ihrem Ziel, ein ausschließlich islamisch geprägtes Gesellschaftsmodell zu etablieren. Der Beschluss folgte nach mehreren gescheiterten Versuchen politischer Parteien, das Problem über parlamentarische Initiativen zu lösen.

Quelle