25 March 2026, 04:16

Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler nach historischem Einbruch in Baden-Württemberg

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text.

Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler nach historischem Einbruch in Baden-Württemberg

Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat ehemalige FDP-Wähler dazu aufgerufen, ihre politische Heimat zu wechseln. Ihr Appell kommt nach einem drastischen Rückgang der Unterstützung für die Liberalen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Sie argumentiert, dass die liberale Demokratie in der aktuellen politischen Lage stärkerer Verteidiger bedürfe.

Bei der Wahl am 8. März 2026 brach die Wählerbasis der FDP in Baden-Württemberg ein. Nach 9 bis 11 Prozent im Jahr 2021 fiel die Partei auf nur noch 4,4 Prozent und verfehlte damit erstmals den Einzug in den Landtag. Umfragen von 2025 bis 2026 hatten bereits einen stetigen Rückgang auf 5 bis 6 Prozent gezeigt – rund 145.000 Wähler wandten sich der CDU zu, 65.000 der AfD. Der Aufstieg der AfD, die ihre Unterstützung verdoppelte und zur drittstärksten Kraft wurde, spielte dabei eine zentrale Rolle für die Verluste der FDP.

In den Landtagen von Stuttgart und Mainz sind nun nur noch vier Parteien vertreten: CDU, Grüne, SPD und AfD. Brantner betonte, dass der Liberalismus in Baden-Württemberg wie auch in Rheinland-Pfalz an Einfluss verloren habe. Als Vorbild für ihren Aufruf nannte sie Cem Özdemirs frühere Initiative, ehemalige FDP-Wähler anzusprechen.

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Detaillierte Wählerdaten für Rheinland-Pfalz lagen nicht vor. Dennoch unterstrich Brantner, dass die Bewahrung liberaldemokratischer Werte breite Unterstützung erfordere. Ihr Appell richtet sich an jene, die einst die FDP wählten, sich nun aber politisch heimatlos fühlen.

Die Grünen werben aktiv um ehemalige FDP-Anhänger in beiden Bundesländern. Brantners Schritt spiegelt die Sorge über den schwindenden Einfluss der FDP und den wachsenden Zulauf zur AfD wider. Die Entwicklung könnte die politische Landschaft bei künftigen Wahlen neu prägen.

Quelle