31 March 2026, 12:25

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum setzt auf Teamarbeit gegen Jugendkriminalität

Schwarzes und wei├čes Foto eines Feldes mit einem Hügel im Hintergrund, einem Geb├Ąude auf der rechten Seite und einem Himmel überall, mit dem Text 'New York State Penitentiary' unten.

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum setzt auf Teamarbeit gegen Jugendkriminalität

In Bielefeld hat ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet – es ist bereits die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Direkt in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen, wird sie Staatsanwälte, Polizei und Jugendhilfe unter einem Dach vereinen, um junge Straftäter gezielt zu unterstützen. Ziel ist es, schneller und präziser einzugreifen, insbesondere bei Jugendlichen mit hohem Rückfallrisiko.

Das erste Jugendjustizzentrum der Region war 2009 in Köln gestartet. Seither entstanden in ganz NRW ähnliche Einrichtungen, darunter eines in Paderborn, das seit 2012 jährlich rund 50 junge Menschen begleitet. Ein weiteres Zentrum ist bereits für Duisburg geplant.

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Das Bielefelder Zentrum setzt auf eine intensive Betreuung ausgewählter Täter. Dazu gehören feste Ansprechpartner, maßgeschneiderte Hilfsprogramme und abgestimmte Abstimmungsrunden zwischen den Behörden. Die Jugendlichen sollen so frühzeitig rechtliche Grenzen und die realen Folgen ihres Handelns begreifen.

Obwohl genaue Zahlen fehlen, schätzen Experten, dass die Jugendjustizzentren in NRW jährlich zwischen 5.000 und 7.000 Jugendliche erreichen. Konkrete Daten dazu, wie viele Straftaten dadurch verhindert oder wie viele junge Menschen vor erneuten Vergehen bewahrt wurden, liegen jedoch nicht vor.

Das neue Zentrum arbeitet mit einem teamorientierten Ansatz: Jeder Fall wird individuell geprüft. Durch die Kombination aus rechtlicher Aufsicht und sozialer Unterstützung hoffen die Verantwortlichen, die Rückfallquote bei Jugendlichen zu senken. Das Modell wächst weiter – Duisburg wird als neunter Standort in der Region folgen.

Quelle