Berlin plant neues Stadtquartier Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen und Olympia-Perspektive
Philipp ZimmermannBerlin plant neues Stadtquartier Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen und Olympia-Perspektive
Berlin treibt die Pläne für ein großes neues Stadtquartier im Westen der Stadt voran. Der Senat hat nun den Entwicklungsrahmen für den Stadteingang West abgesegnet – ein 45 Hektar großes Gelände in der Nähe der S-Bahn-Stationen Westkreuz und Grunewald. Langfristig könnten bis zu 5.000 Menschen hier ihr Zuhause finden.
Im Mittelpunkt des Projekts steht das ehemalige Güterbahnhof-Gelände Grunewald, eine seit langem brachliegende Industriefläche. In seiner jüngsten Sitzung gab der Senat grünes Licht für den Masterplan, der mindestens 2.400 neue Wohnungen vorsieht. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge wird die Bauarbeiten leiten, die in den kommenden zehn Jahren schrittweise umgesetzt werden sollen.
Die Gestaltung des Quartiers ist auch mit übergeordneten Infrastrukturvorhaben verknüpft. Seine Entwicklung hängt mit dem Neubau des Autobahndreiecks Funkturm im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zusammen. Stadtplaner sehen in dem Gebiet ein mögliches Olympisches Dorf, falls sich Berlin mit einer Bewerbung um die Spiele durchsetzt.
Ein Teil der Wohnungen würde während der Wettbewerbe vorübergehend Athleten beherbergen. Im Anschluss sollen diese Einheiten in langfristige Mietwohnungen für die Öffentlichkeit umgewandelt werden.
Die Genehmigung markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg von einer brachliegenden Industriefläche zu einem lebendigen Wohnviertel. Mit Howoge als verantwortlichem Bauherrn könnten die ersten Bauabschnitte bereits in wenigen Jahren beginnen. Die doppelte Funktion des Geländes – als zukünftiger Wohnstandort und mögliche Olympische Stätte – unterstreicht seine langfristige Bedeutung für die Stadt.






