07 June 2026, 00:17

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen – doch das Tempelhofer Feld spaltet die Stadt

Stadtwerke streben nach Erweiterung des bestehenden Bestands

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen – doch das Tempelhofer Feld spaltet die Stadt

Berlin plant in den nächsten zehn Jahren einen massiven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt wollen ihren Bestand bis 2030 um 56.000 Wohnungen erhöhen und damit rund 120.000 Menschen bezahlbaren Wohnraum bieten. Ein zentraler Bestandteil dieses Wachstums ist der Neubau – darunter auch ein umstrittenes Vorhaben zur Bebauung von Teilen des Tempelhofer Felds.

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2014 hatten sich die Berliner in einem Volksentscheid dafür ausgesprochen, das Tempelhofer Feld – ein ehemaliger Flughafen, der heute als öffentlicher Park genutzt wird – von jeder Bebauung freizuhalten. Das Gelände dient derzeit als riesige Freizeitfläche und ist durch das Tempelhofer-Feld-Gesetz geschützt, das vorsieht, dass 200 Hektar als offene Wiesenlandschaft erhalten bleiben.

Ein neuer Vorschlag aus der Zivilgesellschaft sieht nun vor, entlang der Ränder des Feldes 21.400 Wohnungen zu errichten, während die vorgeschriebene Freifläche bewahrt wird. Regierungsbürgermeister Kai Wegner unterstützt diesen Ansatz und argumentiert, dass eine begrenzte Bebauung am Rand des Geländes dazu beitragen könnte, die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern.

Über das Tempelhofer Feld hinaus planen die landeseigenen Unternehmen, ihren Bestand von derzeit 408.000 Wohnungen auf 440.000 bis 2030 auszuweiten. Bis 2035 könnte die Zahl weiter auf voraussichtlich 465.000 Wohnungen steigen. Der Großteil dieses Zuwachses soll durch Neubauten und nicht durch Ankäufe realisiert werden.

Die Wohnungsbauoffensive würde tausende bezahlbare Wohnungen in ganz Berlin schaffen. Sollte der Plan für das Tempelhofer Feld genehmigt werden, könnte er zu einem zentralen Baustein der Stadtstrategie werden, um die Nachfrage zu decken. Die endgültige Entscheidung wird davon abhängen, inwieweit es gelingt, die Entwicklungsbedürfnisse mit dem rechtlichen Schutz der Freiflächen in Einklang zu bringen.

Quelle