Berlin–Hamburg-Strecke nach monatelangem Ausbau endlich wieder frei
Philipp ZimmermannBerlin–Hamburg-Strecke nach monatelangem Ausbau endlich wieder frei
Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist nach umfangreichem Ausbau wieder in Betrieb
Nach einer rund zehneinhalbmonatigen Sperrung ist die Hauptstrecke zwischen Berlin und Hamburg wieder eröffnet worden. Das im August 2025 gestartete Großprojekt verzögerte sich zu Jahresbeginn aufgrund strenger Frostperioden, wodurch sich die Fertigstellung um etwa eineinhalb Monate verschob.
Die Deutsche Bahn hatte die grundlegende Sanierung des Berlin-Hamburger Korridors im August 2025 aufgenommen. Doch bereits in der Anfangsphase stockten die Arbeiten, da Kältewellen die Baufortschritte behinderten – insgesamt kamen so sechs zusätzliche Wochen hinzu. Während der Sperrung wurden Fern- und Güterzüge über Ausweichrouten geleitet, der Regionalverkehr fuhr teilweise auf verkürzten Streckenabschnitten.
Fahrgäste waren auf über 200 Ersatzbusse angewiesen, um die Lücken zu überbrücken. Die anhaltenden Einschränkungen zeigten nach Ansicht der SPD-Verkehrsexpertin Anja Troff-Schaffarzyk, wie dringend verbesserte Notfallpläne nötig sind. Sie forderte mehr Pufferzeiten in Bauabläufen sowie eine robustere Krisenvorsorge für kritische Infrastrukturprojekte.
Auch der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Björn Simon, übte Kritik. Er verlangte von der Deutschen Bahn, bei künftigen Korridorsanierungen verlässliche Fahrpläne und eine transparente Kommunikation sicherzustellen. Beide Parteien betonten, dass eine offene Darstellung von Herausforderungen entscheidend sei, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu wahren.
Mit der Wiederinbetriebnahme endet eine lange Phase der Beeinträchtigungen für Reisende und den Güterverkehr. Fachleute von SPD und CDU mahnten die Bahn zugleich an, bei ähnlichen Vorhaben künftig Planung und Information zu optimieren.






