18 March 2026, 02:19

Berlin führt neue Ausbildungsabgabe gegen Lehrstellenmangel ein

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer mechanischen Institution.

CDU und SPD einigen sich auf Ausbildungsplatzabgabe - Berlin führt neue Ausbildungsabgabe gegen Lehrstellenmangel ein

Berlins Parteien einig: Neue Umlage soll Lehrstellenmangel bekämpfen

Die Berliner Parteien haben sich auf eine neue Ausbildungsabgabe verständigt, um das langjährige Problem des Lehrstellenmangels in der Hauptstadt anzugehen. Die Fraktionen von CDU und SPD haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, der bestimmte Unternehmen verpflichtet, in einen zentralen Fonds einzuzahlen. Sollte das Vorhaben beschlossen werden, soll es die Zahl der verfügbaren Ausbildungsplätze in Berlin deutlich erhöhen.

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Das geplante Gesetz würde für Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten gelten. Betroffen wären dabei vor allem Betriebe, deren Ausbildungsquote unter 4,6 Prozent liegt – unabhängig davon, ob sie derzeit überhaupt Lehrstellen anbieten. Rund ein Viertel der Berliner Unternehmen, die die Größenanforderung erfüllen, müssten zahlen, während kleinere Firmen und solche, die die Schwelle bereits überschreiten, befreit blieben.

Der Fonds, der voraussichtlich jährlich mindestens 75 Millionen Euro einbringen soll, würde dann Betriebe unterstützen, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Selbst Unternehmen, die selbst keine Ausbildung anbieten, müssten sich beteiligen. Die Änderungen würden jedoch erst 2028 in Kraft treten, um den Firmen eine Vorbereitungszeit zu ermöglichen.

Bevor die Abgabe eingeführt werden kann, muss der Entwurf noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen und die endgültige Zustimmung erhalten. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf den jahrelangen Rückgang der Ausbildungsmöglichkeiten in Berlin, da viele Unternehmen zu wenige Lehrstellen für junge Arbeitnehmer bereitstellen.

Die geplante Umlage würde eine deutliche Wende in der Finanzierung der beruflichen Ausbildung in Berlin bedeuten. Durch die Umverteilung der Beiträge größerer Unternehmen hofft die Stadt, die Zahl der verfügbaren Lehrstellen zu steigern. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Parlament – die Umsetzung ist für Anfang 2028 vorgesehen.

Quelle