Bechtle zwischen Kurserholung und Führungswechsel: Was kommt 2027?
Bechtle durchlebt eine turbulente Phase mit Führungswechseln und Marktproblemen. Nach einem 52-Wochen-Tief im Oktober 2023 erholte sich der Aktienkurs des Unternehmens bis Ende 2025 auf 43,68 €, getrieben von einem starken Wachstum im vierten Quartal. Doch anhaltende Belastungen durch Chipknappheit und steigende Kosten belasten weiterhin die finanzielle Perspektive.
Die Schwierigkeiten begannen mit einem deutlichen Kursrutsch, ausgelöst durch Marktskepsis gegenüber dem Kerngeschäft. Lieferkettenstörungen, insbesondere bei Speicherchips, trieben die Kosten in die Höhe und sorgten für Unsicherheit. Trotz dieser Hindernisse verzeichnete Bechtle im letzten Quartal 2025 ein Umsatzplus von über 16 Prozent – ein Faktor, der den Aktienkurs von seinem früheren Tiefststand aus belebte.
Nun steht ein Führungswechsel an: Antje Leminsky scheidet Ende 2026 aus dem Vorstand aus, während Konstantin Ebert Anfang 2027 die Geschäftsführung von Thomas Olemotz übernimmt. Der Aufsichtsrat hat zudem beschlossen, den Vorstand von vier auf drei Mitglieder zu verkleinern, wirksam ab Januar 2027. Die neue Führung will interne Prozesse straffen und strebt bis 2030 einen Umsatz von 10 Milliarden Euro an.
Die Profitabilität bleibt jedoch unter Druck. Die Vorsteuermarge soll 2026 auf höchstens 5 Prozent sinken, doch die Dividende bleibt mit 0,70 € je Aktie stabil. Die Unternehmensführung kündigte an, bis Mitte 2026 detailliert über die Chipversorgung und deren finanzielle Auswirkungen informieren zu wollen.
Die Erholung Ende 2025 steht im Kontrast zu den anhaltenden Herausforderungen 2026. Die neu aufgestellte Führung konzentriert sich auf Effizienz und langfristiges Wachstum, während Investoren auf Klarheit bei den Lieferkettenproblemen warten. Vorerst bleibt die Dividende unverändert – doch die Gewinnmargen geraten weiter unter Druck.






