13 June 2026, 16:11

Bayerns Bahnnetz kämpft mit Rekordverspätungen – GDL schlägt Alarm

GDL sieht aktuelle Qualitätsfiguren als Warnsignal für den Bahnverkehr

Bayerns Bahnnetz kämpft mit Rekordverspätungen – GDL schlägt Alarm

Bayerns Schienennetz steht vor wachsenden Herausforderungen, denn die Pünktlichkeit der Züge geht weiter zurück. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) warnt, dass jahrelange Unterinvestitionen nicht kurzfristig behoben werden können. Infrastrukturprobleme und Baustellen sind mittlerweile für fast die Hälfte aller Verspätungen in der Region verantwortlich.

Im Jahr 2025 lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr Bayerns bei nur noch 60,1 Prozent. Auch der Regionalverkehr litt unter den Problemen: Lediglich 84,9 Prozent der Züge erreichten ihr Ziel planmäßig. Damit setzt sich der Negativtrend bei der Zuverlässigkeit lokaler Strecken bereits zum fünften Mal in Folge fort.

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Die GDL macht vor allem mangelhafte Infrastruktur für die aktuellen Schwierigkeiten verantwortlich. Die Folge: Zugausfälle, überfüllte Bahnhöfe und verpasste Anschlüsse für Fahrgäste. Kurzfristige Änderungen an Bauplänen und Fahrplananpassungen belasten zudem Lokomotivführer, Zugbegleiter und Leitstellenmitarbeiter zusätzlich.

Zwar befürwortet die Gewerkschaft eine Modernisierung des Schienennetzes, doch fordert sie, dass zunächst die bestehenden Mängel behoben werden müssen. Gleichzeitig betont die GDL, dass eine bessere Fahrgastinformation entscheidend ist, um die aktuellen Störungen zu bewältigen.

Die Position der GDL ist klar: Die Sanierung der bestehenden Infrastruktur hat Vorrang vor dem Ausbau des Angebots. Ohne schnelle Gegenmaßnahmen werden sich Verspätungen und Ausfälle voraussichtlich weiter häufen. Fahrgäste und Mitarbeiter müssen dann weiterhin die Folgen eines überlasteten Systems tragen.

Quelle