Bayern deckt 550.000 Euro Steuerlücken bei Influencern auf – KI hilft bei Ermittlungen
Philipp ZimmermannBayern deckt 550.000 Euro Steuerlücken bei Influencern auf – KI hilft bei Ermittlungen
Steuerprüfung in Bayern deckt 550.000 Euro nicht gezahlte Steuern von Influencern auf
Eine Steuerüberprüfung in Bayern hat ergeben, dass Influencer Steuern in Höhe von 550.000 Euro nicht abgeführt haben. Die Erkenntnisse stammen aus der Auswertung von Datensätzen, die von einer Sonderermittlungseinheit beim Bayerischen Landesamt für Steuern gesammelt wurden. Finanzminister Albert Füracker betonte, wie wichtig es sei, dass Medienprofis in den sozialen Netzwerken ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommen.
Die Einheit „eCommerce“ hatte zwischen 2024 und 2025 rund 60.000 Datensätze erhoben, die ein Gesamtumsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro widerspiegeln. Davon entfielen etwa 9.000 Datensätze mit Bayern-Bezug auf Einnahmen in Höhe von 211 Millionen Euro.
Bisher wurde die Hälfte der bayerischen Datensätze überprüft. Die nicht abgeführte Summe von 550.000 Euro wurde mithilfe KI-gestützter Software identifiziert. Diese Technologie verfolgt und bewertet die Aktivitäten von Influencern und anderen Akteuren in den sozialen Medien über verschiedene Plattformen hinweg.
Die Behörde prüft den Bereich weiterhin genau. Minister Füracker rief die Influencer auf, ihre Steuerpflichten offen zu legen. Die noch ausstehenden Datensätze könnten weitere Nachzahlungen ans Licht bringen, wobei die genaue Höhe noch unklar ist.
Bisher konnten durch die Prüfung 550.000 Euro an ausstehenden Steuern von bayerischen Influencern gesichert werden. Weitere Analysen der Datensätze könnten zusätzliche offene Beträge aufdecken. Die Behörden bleiben entschlossen, die Steuerkonformität in der wachsenden Influencer-Branche durchzusetzen.






