Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein antikes Erbe
Augsburg rückt näher an die Eröffnung eines neuen Römermuseums
Nach Jahren der Planung kommt Augsburg bei der Verwirklichung eines neuen Römermuseums voran. Die Stadt, einst eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen, hat bedeutende Fördergelder von der bayerischen Landesregierung erhalten. Das Projekt soll bis 2033 das Interesse an Augsburgs antiker Vergangenheit wiederbeleben.
Das letzte Römermuseum der Stadt musste 2012 wegen baulicher Mängel schließen. Seither arbeiten Verantwortliche an einem Nachfolger. Nun gewinnt das Vorhaben mit einer 30-Millionen-Euro-Förderung aus München und einem staatseigenen Baugrundstück an Fahrt.
Augsburg wurde um die Zeit von Christi Geburt von Kaiser Augustus gegründet. Als Augusta Vindelicum entwickelte es sich zur Hauptstadt der römischen Provinz Raetien und übertraf andere Siedlungen an Bedeutung. Später wurde die Stadt unter den Karolingern und Ottonen zu einem Machtzentrum. Archäologen haben seltene Mosaike, Wandmalereien und Marmorverkleidungen freigelegt – viele davon sollen im neuen Museum zu sehen sein.
Der geplante Standort ist der ehemalige Gefängniskomplex in der Karmelitengasse, der sich derzeit in Landesbesitz befindet. Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen Euro geschätzt, wovon Bayern die Hälfte übernimmt. Das Museum wird zudem an die Landesausstellung "Römisches Bayern" angebunden, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird.
Bevor die Arbeiten beginnen können, muss der Stadtrat das Projekt noch genehmigen. Wird das Museum bis 2033 fertiggestellt, wird es Augsburgs römisches Erbe präsentieren und bedeutende Artefakte beherbergen. Die bewilligten Mittel und die Grundstücksübertragung markieren einen entscheidenden Schritt zur Realisierung des lang ersehnten Vorhabens.






