24 March 2026, 18:17

AfD vom Brandenburgischen Zukunftstag 2026 ausgeschlossen – Partei kündigt Klage an

Gruppe von Schülerinnen und Schülern marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild gegen eine Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

AfD vom Brandenburgischen Zukunftstag 2026 ausgeschlossen – Partei kündigt Klage an

Das Brandenburger Bildungsministerium hat der AfD die Teilnahme am diesjährigen Zukunftstag zur Berufsorientierung untersagt. Die Entscheidung folgt auf die Einstufung der Partei als gesichert rechtsextremistische Vereinigung durch den Verfassungsschutz des Landes. Die AfD hat daraufhin rechtliche Schritte eingeleitet und die Ausschließung als ungerechtfertigt zurückgewiesen.

Die AfD-Fraktion war zunächst in der Liste der Anbieter für den Zukunftstag 2026 aufgeführt worden. Beamte strichen den Eintrag der Partei jedoch später mit Verweis auf ihre Klassifizierung als rechtsextremistische Organisation. Die AfD behauptet, sich zweimal registriert zu haben, beide Male aber gelöscht worden zu sein.

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Im vergangenen Jahr war der Partei die Teilnahme noch gestattet worden, als sie lediglich als Verdachtsfall und nicht als gesichert extremistisch eingestuft war. Diesmal hielten die Bildungsbehörden das Verbot aufrecht und beriefen sich dabei auf die aktualisierte Einschätzung des Verfassungsschutzes. Die AfD wies den Schritt als politisch motiviert zurück und kündigte an, dagegen gerichtlich vorzugehen.

Das Programm des Zukunftstags bietet fast 1.000 Praktikumsplätze in ganz Brandenburg an. Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse können dort an eintägigen Berufserkundungen teilnehmen. Anbieter tragen ihre Angebote über eine offizielle Online-Plattform ein.

Zudem hat die AfD eine separate Klage gegen ihre Einstufung als rechtsextremistische Vereinigung in Brandenburg eingereicht. Das Bildungsministerium betont unterdessen, die Ausschließung sei rechtmäßig, und verweist darauf, dass Verwaltungsgerichte bereits zweimal ähnliche Entscheidungen bestätigt hätten. Seit der Veranstaltung 2025 gab es keine Änderungen an der Bewertung des Verfassungsschutzes.

Die AfD bleibt vorerst vom Zukunftstag 2026 ausgeschlossen, während sie rechtlich gegen die Entscheidung vorgeht. Der Staat hält an seiner Position fest und begründet dies mit dem gesicherten Extremismusvorwurf gegen die Partei. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen der AfD und den Brandenburger Behörden über die Teilnahme an öffentlichen Initiativen.

Quelle